Ein Schub für Hohenkreuz

Eßlinger Zeitung 18.05.2012

ESSLINGEN Siedlungsbau Neckar-Fils investiert in der Wäldenbronner Straße - Edeka verdoppelt Verkaufsfläche

Große Pläne für die Wäldenbronner Straße: Direkt neben der Bäckerei Conzelmann stehen Häuser mit 24 Wohnungen vor dem Abbruch. Eine Baugenossenschaft aus Nürtingen will dort einen Beitrag zur Infrastruktur des Esslinger Nordens leisten. Der Baubeginn ist für 2013 vorgesehen.

Der Stadtteil Hohenkreuz gehört heute schon zu den besten Einkaufsadressen in Esslingen. Jetzt bahnt sich für die Wäldenbronner Straße ein weiterer Schub an. Direkt neben der Bäckerei Conzelmann plant die Siedlungsbau Neckar-Fils aus Nürtingen umfangreiche Investitionen. Die Genossenschaft will einen Lebensmittelmarkt, Arztpraxen, Wohnungen sowie eine Tiefgarage bauen.Der Stadtteil Hohenkreuz gehört heute schon zu den besten Einkaufsadressen in Esslingen. Jetzt bahnt sich für die Wäldenbronner Straße ein weiterer Schub an. Direkt neben der Bäckerei Conzelmann plant die Siedlungsbau Neckar-Fils aus Nürtingen umfangreiche Investitionen. Die Genossenschaft will einen Lebensmittelmarkt, Arztpraxen, Wohnungen sowie eine Tiefgarage bauen.

Von Hermann Dorn

Die Vorbereitungen für das Millionenprojekt sind weit gediehen. „Wir sind uns mit den wichtigsten Partnern einig“, erklärt Fritz Krämer, der Geschäftsführer der Siedlungsbau Neckar Fils, die ihre geschäftlichen Aktivitäten seit geraumer Zeit über ihr Stammgebiet hinaus erweitert. Die konkrete Planung soll in den nächsten Monaten mit den Mietern, Anliegern und der Stadt abgestimmt werden. Auf dem Grundstück, das bisher der Baugenossenschaft Esslingen gehört, soll bereits 2013 der erste Spatenstich erfolgen.
Stadtverwaltung und Bürgerausschuss reagieren positiv auf die Entwicklung. „Wir betrachten das als erfreulichen Fortschritt“, sagt Sidonie Conzelmann, die Vorsitzende des Bürgerausschusses Hohenkreuz, Wäldenbronn, Serach und Obertal. Sie ist überzeugt, dass auch die Verbraucher diese Einschätzung teilen. Denn der bestehende Edeka-Markt am Kreisverkehr, der für den ansprechenden Branchenmix in Hohenkreuz eine zentrale Rolle spielt, erhält mit dem bevorstehenden Umzug eine langfristige Perspektive.

Verkaufsfläche wird verdoppelt

Die engen Verhältnisse am bisherigen Standort zwingen den Betreiber des Edeka-Markts, das Sortiment auf 12 000 Artikel zu begrenzen. Wenn die Verkaufsfläche wie geplant auf fast 1000 Quadratmeter verdoppelt wird, kann der Pächter mit 17 000 Artikeln aufwarten. Außerdem verspricht Edeka einen übersichtlicheren und großzügigeren Markt.
In den drei Obergeschossen sieht das vorläufige Konzept vor allem Wohnungen vor. Im Gespräch ist weiter, auch Arztpraxen und Büros unterzubringen. Während die Einzelheiten noch geklärt werden müssen, steht fest, dass in einer Tiefgarage fast 50 Parkplätze untergebracht werden, wobei 35 für den Edeka-Markt bestimmt sind. Der Investor zeigt sich zuversichtlich, dass sich die Verkehrsfragen mit diesem Angebot überzeugend beantworten lassen.
Während die Siedlungsbau Neckar-Fils ihre Fühler nach Esslingen ausstreckt und erstmals ein gewerbliches Projekt anpackt, will sich die Baugenossenschaft Esslingen in den nächsten zehn Jahren auf ihre Kernaufgabe konzentrieren. „Wir müssen zuerst unseren Wohnungsbestand zukunftsfähig machen“, sagt Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek. Alle Mittel würden benötigt, um diese Herausforderung zu bewältigen. Investitionen in gewerbliche Objekte kämen erst längerfristig infrage.

Wohnungen mit großen Mängeln

Die 24 Wohnungen, die heute auf dem Grundstück stehen, sind fast 100 Jahre alt. Sie weisen Kulpanek zufolge gravierende Mängel auf, die sich nicht mehr beheben lassen. Für eine neue Nutzung spricht aus seiner Sicht auch die Erkenntnis, dass das Grundstück an dieser Stelle intensiver als heute bebaut werden kann. „Außerdem eignet es sich hervorragend, um die Infrastruktur des Stadtteils aufzuwerten“, so Kulpanek. Nachdem die meisten Bewohner eine neue Wohnung gefunden haben, gibt es nur noch zwei Mieter. Die Baugenossenschaft geht davon aus, dass auch sie in den nächsten Wochen ausziehen. Damit wäre der Weg frei, die Gebäude abzubrechen.
Die Siedlungsbau Neckar-Fils zeigt sich zuversichtlich, dass ihr Geld in Hohenkreuz gut angelegt ist. Krämer weiß die Vorzüge des Standorts mit seinem kaufkräftigen Umfeld zu schätzen. Eine zentrale Rolle spielt aber auch die Tatsache, dass andere Investitionen in Nürtingen verschoben werden müssen. „Aus diesem Grund passt das Vorhaben in Esslingen jetzt gut in unser Konzept“, erläutert der Geschäftsführer.
Krämer hofft ebenso wie der Bürgerausschuss, dass die Stadt Esslingen die Entwicklung zum Anlass nimmt, ihre Bemühungen um die Einkaufsstraße zu intensivieren. Verwaltung und Gemeinderat haben den Handlungsbedarf grundsätzlich anerkannt. Wenn es um konkrete Zusagen ging, den öffentlichen Raum aufzuwerten und die Verkehrsprobleme zu lösen, zeigten sich die Verantwortlichen aber reserviert. Jetzt gibt es eine neue Situation, meint Sidonie Conzelmann, die Vorsitzende des Bürgerausschusses. „Die Stadt ist gefordert“, fügt sie hinzu.

Artikel vom 18.05.2012 © Eßlinger Zeitung

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