KOMMENTAR

Eßlinger Zeitung 05.12.2012

Musterbeispiel

Von Hermann Dorn

Nicht von ungefähr klagen die Bürgerausschüsse in Esslingen über ihren begrenzten Einfluss. Sie dürfen sich zu allen möglichen Fragen äußern. Wenn es um Entscheidungen geht, finden sie sich aber regelmäßig in der Zuschauerrolle wieder. Der Fall Bethlehem-Areal in Mettingen zeigt jetzt, dass sich beharrlicher Einsatz für ein als richtig erkanntes Ziel trotzdem lohnen kann. Ohne die engagierte Fürsprache dieses Gremiums wäre das schmucke Ensemble zum Untergang bestimmt gewesen. Der Erfolg, der mit der späten Rettung verbunden ist, kann folglich als Musterbeispiel gelten - als Musterbeispiel, wie es gelingen kann, gemeinsam um Lösungen zu ringen. Es hat viele Stimmen gegeben, die in der Vergangenheit keinen Pfifferling mehr auf das Bethlehem-Areal gegeben haben. Architekten und die Baugenossenschaft als Eigentümerin haben zumindest vorübergehend kaum noch eine Alternative zum Abbruch gesehen. Auch die Verwaltungsspitze im Rathaus hat sich vor wenigen Wochen noch dieser Sichtweise angeschlossen. Im Rückblick erweist sich diese Einschätzung als voreilig. Vorwürfe lassen sich daraus aber nicht ableiten. Weit wichtiger ist im Rückblick, dass sich die Baugenossenschaft ebenso wie die Bürgermeisterrunde jederzeit offen gezeigt haben, sich eines Besseren belehren zu lassen. Entscheidend war am Ende nicht, wer die besseren Argumente ins Feld führt. Den Ausschlag gab letztlich, dass ein Investor auftrat, der sich die Erhaltung zutraut. Ohne ihn hätte auch das Engagement des Bürgerausschusses vergeblich bleiben müssen. Bleibt zu hoffen, dass der Vertrag bald unterschrieben wird. Für Mettingen ist die neue Einigkeit ein gutes Signal. Es passt zu den Bemühungen, den Stadtteil aufzuwerten.

Artikel vom 05.12.2012 © Eßlinger Zeitung

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