Offenes Haus für Jedermann

Eßlinger Zeitung 19.04.2014

ES-ZOLLBERG: EWB und Baugenossenschaft starten ihr erstes Wohncafé

2014 04 19 EZ_Offenes Haus für Jedermann
Die Gäste können kommen: Hagen Schröter von der EWB, Dagmar Lust vom Verein Integrative Wohnformen, die Ehrenamtlichen Elena Paul und Natalia Jakoleva, Nicole Fatnassi von den Johannitern, Christian Brokate von der BGE, Oliver Cosalter von den Johannitern und Cafe-Managerin Gisela Weinzierl (von links) sind gerüstet. Foto: Kaier

Für so viele Besucher, die zur Eröffnung mit Sekt, Steaks und lokaler Politik-Prominenz gekommen sind, reichen die etwa 25 Plätze im neuen Wohncafe Zollberg nicht aus. Deshalb hatten die Esslinger Wohnungsbau GmbH (EWB) und die Baugenossenschaft Esslingen ein großes Zelt auf der Rückseite des EWB-Blocks Zollernplatz 7/9 aufgebaut. Dort befindet sich der Eingang zu dem Café, das die Nutzer selber mit Leben füllen sollen, mitsamt dem Büro, in dem sie sich von den Johannitern beraten lassen können.

Von Claudia Bitzer

Es waren überwiegend die älteren Menschen aus dem Stadtteil, die der Einladung der beiden großen Wohnungsunternehmen gefolgt sind. Das neue, rund 90 Quadratmeter große Begegnungsangebot mit Küchenblock, behindertengerechtem WC und Badezimmer sowie einem Büro richtet sich zwar ausdrücklich an alle Generationen. Aber es soll den vielen über 60-Jährigen im Stadtteil dazu verhelfen, möglichst lange in ihrem gewohnten Zuhause bleiben zu können. Auch und gerade, wenn ihr Unterstützungsbedarf wächst. Das Angebot, das die beiden Esslinger Wohnungsunternehmen mit dem größten Wohnungsbestand auf dem Zollberg finanzieren, ist das zehnte dieser Art, die der Verein Integrative Wohnformen vor allem in Stuttgart ins Leben gerufen hat. 13 Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft hatten ihn 2008 gegründet. Die Wohncafés sollen zum einen für den schnellen Draht zu den beteiligten Wohnungsunternehmen sorgen: auf dem Zollberg halten EWB und Baugenossenschaft zusammen knapp 700 Wohnungen. Sie möglichst passgenau auf Bedürfnisse ihrer Nutzer auszurichten, ist ein Thema, das über die Kontakte im Café forciert werden kann. Zudem gibt es dort auch immer einen ambulanten Dienstleister, der die Schlüsselgewalt und ein Büro hat. Auf dem Zollberg sind die Johanniter zum Zug gekommen. Gisela Weinzierl ist nicht nur Cafemanagerin, sondern vermittelt im Büroraum daneben bei Bedarf auch alle möglichen Dienstleistungen. Alexandra Schäfer, Vorsitzende des Vereins Integrative Wohnformen: „Hilfesuchende bekommen hier innerhalb kürzester Zeit Unterstützung.“

Aber - und darauf haben sowohl Hagen Schröter von der EWB, Christian Borkate von der Baugenossenschaft als auch Oliver Cosalter von den Johannitern hingewiesen: Das Wohncafé lebt vor allem von seinen Besuchern. Man kann miteinander kochen und essen, Malkurse oder Elterncafés organisieren, Menschen treffen und mit ihnen reden. Und die Kreissparkasse hat mit einem 500 Euro-Scheck schon einen mehr als soliden Grundstock für die Spieleecke gelegt. Die ersten Ehrenamtlichen sind bereits gefunden. Da der Gemeinsinn auf dem Zollberg ja sehr gut ausgeprägt sei, sei ihm um die die Zukunft des neuen Angebots nicht bange, meinte Oberbürgermeister Jürgen Zieger bei der Eröffnung.

Weiterer Beitrag zur Infrastruktur

Auch der im Vorfeld eher kritische Bürgerauschuss sieht das Wohncafé mittlerweile als „Ergänzung der vorhandenen Angebote“, so der Vorsitzende Peter Zürn. Und als weiteren Betrag, den Stadtteil nach dem Mehrgenerationenwohnen in der Neuffenstraße und dem neuen Zentrum Zollberg zukunftssicher zu machen.

Die EWB hat für den Umbau der Räume etwa 170 000 Euro in die Hand genommen, ein Drittel davon teilt sie sich als mieterspezifische Kosten mit der Baugenossenschaft.

Artikel vom 19.04.2014 © Eßlinger Zeitung



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