Presse

Schritt für Schritt zurück in den Alltag

07.12.2016
[f|ESSLINGEN:] Neue stationäre Einrichtung des Vereins für Sozialpsychiatrie erhält Unterstützung aus der Spendenkasse
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Silcherhof in Esslingen

17.01.2017
Ausgabe 207 vom 17.01.2017 © Immobilienbrief Stuttgart Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059514.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Aus Alt wird Neu

12.10.2016
ESSLINGEN: [f|Die Abbrucharbeiten am Silcherhof haben begonnen, doch vielen Bewohnern ist der Auszug nicht leicht gefallen] Die Abbrucharbeiten auf dem Silcherhof zwischen Hindenburg-, Silcher,- Bismarck- und Andreas-Hofer-Straße haben begonnen. Anstelle der bislang 52 Wohnungen sollen auf dem Areal künftig 124 Mietobjekte entstehen. Der Innenhof soll aber auch künftig eine Freifläche bleiben.
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Nachkriegshäuser weichen Neubauten

02.08.2016
[f|Esslingen] In den kommenden Jahren sollen viele alte Gebäude in der Stadt abgerissen werden. In manchen Wohnungen fehlen Heizungen oder Bäder. In vielen Fällen lohnt sich eine Sanierung daher nicht. [k|Marta Popowska] Die Esslinger Wohnungsbaugesellschaft (EWB) plant in den kommenden Jahren ihr Augenmerk hauptsächlich auf neuen Wohnraum zu richten. Angesichts der angespannten Lage am Wohnungsmarkt will man nicht nur auf eigene Grundstücke zurückgreifen, sondern nachverdichten, also alte Gebäude zu Gunsten neuer und größerer Wohnhäuser abreißen. In der Oberesslinger Gartenstadt ist man bereits seit längerem in der Planung. Für das Quartier, das zwischen der Wäldenbronnerstraße, der Palmstraße, der Tobias-Mayer-Straße und Am Schönen Rain liegt, wird derzeit zusammen mit der Esslinger Baugenossenschaft eine Machbarkeitsstudie erstellt. Ihr Ergebnis wird noch vor Ende des Jahres erwartet. Schon lange ein Thema ist die Gartenstadt in Oberesslingen. Entlang der Landhausstraße 79 bis 149 befinden sich 110 Wohnungen im Besitz der EWB. Sie stammen noch aus der Nachkriegszeit. „Es ist ein Wohnbestand, der so heute nicht mehr geht“, sagt Hagen Schröter, der Geschäftsführer der EWB. Die alten Häuser entsprechen weder heutigen Energiestandards noch sind sie barrierefrei. „Teilweise sind die Bäder im Keller“, sagt Schröter. Anstatt der 110 Wohungen an der Landhausstraße sollen 120 Wohnungen, zehn Wohnhäuser und Tiefgaragen entstehen. „Das klingt zunächst nach nicht viel, aber aus der derzeitigen Wohnfläche von 5000 Quadratmetern sollen 10 000 werden“, erklärt Schröter. Die Wohnungen sollen zwei, drei und vier Zimmer haben und entsprechend 50, 70 und 90 Quadratmeter aufweisen. „Für uns sind das vernünftige Grundrisse“, sagt er. Aufzüge und barrierefreie Zugänge sind auch geplant. Den ersten Zeitplan gibt es bereits. „Wir vermieten in der Landhausstraße nur noch Wohnungen auf drei Jahre“, sagt Schröter. Derzeit seien auch einige Wohnungen als Anschlussunterbringung an anerkannte Geflüchtete vermietet. Wohin es für die Mieter im Anschluss geht, wird man nach dem Ablauf der drei Jahre regeln. Für die sogenannte Entmietung setzt die Wohnungsbaugesellschaft weitere zwei Jahre an. Danach soll abgerissen werden. Während die EWB für die Gebäude an der Landhausstraße das Planungsrecht besitzt, wird für das Quartier zwischen der Wäldenbronnerstraße, der Palmstraße, der Tobias-Mayer-Straße und Am Schönen Rain derzeit eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Laut Schröter soll diese vor Ende des Jahres vorliegen. Anschließend wird der entsprechende Bebauungsplanentwurf dem Gemeinderat vorgelegt. Die Grundstücke und Gebäude gehören teilweise der EWB sowie der Baugenossenschaft Esslingen. „Unsere Gebäude sind zwischen 80 und 90 Jahre alt und in einem schlechten Zustand“, sagt Oliver Kulpanek, der Vorstand der Baugenossenschaft. Manche hätten weder Heizungen noch Bäder. 26 solcher Wohnungen würden daher derzeit leer stehen. „Wir werden sie auch nicht mehr vermieten, weil eine Sanierung hier keinen Sinn macht“, sagt er. Weil Wohnungen in Esslingen aber dringend benötigt werden, möchte man zeitnah mit dem Projekt loslegen. Die Mieter wissen laut Kulpanek, dass sie spätestens im Frühjahr 2018 ausziehen sollen. Wie viele Wohnungen mehr es schlussendlich geben wird, dazu wollten weder Schröter noch Kulpanek eine Auskunft geben. Artikel vom 02.08.2016 © Stuttgarter Zeitung Die inhaltlichen Rechte bleiben dem Verlag vorbehalten. Nutzung der journalistischen Inhalte ist ausschließlich zu eigenen, nichtkommerziellen Zwecken erlaubt. Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059480.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Von Mietern für Mieter

27.07.2016
ES-PLIENSAUVORSTADT: [f|Im ehemaligen russischen Laden in der Karl-Pfaff-Straße entsteht ein Wohncafé] Noch ist der ehemalige russische Laden in der Karl-Pfaff-Straße 12 verwaist. Wenn die Stadtverwaltung ihr Versprechen hält und das Baugesuch rasch bearbeitet, könnten im Herbst die Handwerker anrücken und die rund 100 Quadratmeter große Fläche zum Wohncafé umbauen.
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Baugenossenschaft erhöht Dividende

30.06.2016
[f|Esslingen (red)] - Während die Zinsen im Keller sind, erhöht die Baugenossenschaft Esslingen ihre Dividende. Ihre Mitglieder erhalten 1,5 Prozent für die Einlagen und damit mehr als in den vergangenen Jahren. „Wir haben 2015 gut gewirtschaftet“ begründete Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek auf der Vertreterversammlung die Steigerung um 20 Prozent. Zur Bilanz für 2015 gehört die Information, dass 188 Wohnungen an Nachmieter übergeben worden sind. Der Leerstand vermietbarer Wohnungen sank auf 1,4 Prozent.„Mit einer durchschnittlichen Miete von 6,83 Euro pro Quadratmeter liegen wir deutlich unter der ortsüblichen Vergleichsmiete von 7,50 Euro, wie sie der Esslinger Mietspiegel ausweist“, berichtete Vorstandsmitglied Christian Brokate. Er hob außerdem hervor: „Die vernünftig ausgestatteten Genossenschaftswohnungen treffen genau den Bedarf der Menschen.“ Im Jahr 2015 hat die Baugenossenschaft etwas mehr als zehn Millionen Euro in den eigenen Wohnungsbestand investiert. 150 Wohnungen wurden grundlegend saniert. Im Krebenwiesenweg errichtete das Unternehmen einen Neubau mit 15 Wohnungen. Kulpanek fügte hinzu, dass in der Weimarer Straße und in der Friedrich-Ebert-Straße weitere 103 Wohnungen fit für die Zukunft gemacht werden. In der voll besetzten „Alten Aula“ war es nach diesen Berichten fast nur noch Formsache, dass die Vertreter den Vorstand und den Aufsichtsrat für ihre Tätigkeit entlasteten. Für die Aufsichtsratsmitglieder Siegfried Irion, Joachim Kersten und Birgit Lange endete ihre bisherige Amtsperiode. Irion und Kersten wurden wieder gewählt, während Lange aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats wurde Anne Krah-Weinrich gewählt. Die 32-jährige Mieterin der Baugenossenschaft will ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse als Daimler-Managerin einbringen. Artikel vom 30.06.2016 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059476.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument. _________________________________________________________________________________________
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"Mehr Bauflächen"

04.05.2016
ESSLINGEN: Wohnungsunternehmen fordern Taten Von Christian Dörmann [f|Eine deutliche bauliche Verdichtung, Häuser mit mehr Geschossen und zusätzliche Flächen für den Wohnungsbau: Nur so lässt sich aus Sicht von Esslinger Wohnungsunternehmen und Verbänden der Wohnungsmangel vor allem im kostengünstigen Segment auffangen.] Die Menschen ziehen vom Land wieder zurück in die Städte und die Zuwanderung von Flüchtlingen macht das ohnehin schon knappe Wohnungsangebot noch knapper. Diese Entwicklung beobachten die Esslinger Wohnbau-Akteure mit Sorge und fordern daher in einer gemeinsamen Erklärung konkrete Reaktionen. Dazu gehört auch der Hinweis auf dichteres Bauen, mehr Wohngeschosse und neue Bauflächen. „Im schwierigen Abwägungsprozess zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen haben auch berechtigte Einzelinteressen hinter dem Allgemeinwohl zurückzustehen“, so die Unternehmen und Verbände. Als eigentlichen und größten Engpass machen sie Grundstücke aus, die zwar vorhanden sind, aber nicht bebaut werden können. Dies betreffe sowohl die Innenentwicklung, Arrondierung, als auch die Außenentwicklung. Wobei der letzte Punkt nichts anderes bedeutet, als dass die Wohnbau-Akteure neue Flächen für den Wohnungsbau fordern. Dies stößt bei den jeweils betroffenen Anwohnern in aller Regel auf scharfe Proteste. Auf Bundes- und Landesebene werden steuerliche Anreize sowie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus vorbereitet. Die Esslinger Wohnbau-Akteure fordern in diesem Zusammenhang den Abbau oder die Aussetzung baulicher Auflagen, eine Reduzierung des Stellplatz-Schlüssels und Abstriche bei der Energieeinsparverordnung 2016. Ansonsten würde der Wohnungsbau immer teurer und für breite Bevölkerungsschichten zunehmend unbezahlbar. Ziel müsse es sein, für alle Gruppen in der Stadt ein ausreichendes Wohnungsangebot zu schaffen. Nur so könnten der Wirtschaftsstandort und die Attraktivität der Stadt gesichert werden. [f|DIE WOHNBAU-AKTEURE] Diese Wohnungsunternehmen und Verbände tragen die gemeinsame Erklärung: Baugenossenschaft Esslingen eG, Deutscher Mieterbund Esslingen, Esslinger Wohnungsbau GmbH, Flüwo Bauen und Wohnen eG, Haus und Grund Esslingen e.V, ibw Gesellschaft für innovatives Bauen und Wohnen mbH, Immobilienbrief Region Stuttgart, Siedlungswerk GmbH - Wohnungs- und Städtebau, Wohnbau Metzger GmbH + Co. KG. Artikel vom 04.05.2016 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059459.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Baugenossenschaft verjüngt Versammlung

18.03.2016
[f|ESSLINGEN (red)] - Die Mitglieder der Baugenossenschaft Esslingen - aktuell sind es 7107 - haben eine neue Vertreterversammlung gewählt. Als eines der interessantesten Ergebnisse hebt das Wohnungsunternehmen das Durchschnittsalter der 72 Vertreter hervor. Es ist von bisher 64 auf 52 Jahre gesunken. Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek sieht in dieser Entwicklung den Beleg, dass der Genossenschaftsgedanke in den eigenen Reihen unverändert aktuell ist. Er betont, dass es nicht viele Unternehmen gibt, die ihren Kunden die Chance bieten, auf diese Weise die Geschäftspolitik zu beeinflussen. Auch sein Vorstandskollege Christian Brokate gewinnt der neuen Zusammensetzung des Gremiums positive Seiten ab. Neben 28 Vertretern, die wiedergewählt worden sind, gibt es 44 Neulinge. Für die Wahl, die alle fünf Jahre stattfindet, hat es diesmal eines zweiten Anlaufs bedurft. Bei der ersten Runde war eine Kandidatin versehentlich zwei Mal auf dem Stimmzettel vertreten. Brokate gewinnt dem Formfehler, der 1000 Euro gekostet hat, aber auch Positives ab. Auf diese Weise, so berichtet er, sei die Zahl der Kandidaten von 102 auf 129 gestiegen. Die Vertreterversammlung tritt in der Regel einmal im Jahr zusammen. Sie beschließt den Geschäftsabschluss und legt die Höhe der Dividende fest. Außerdem wählen die Vertreter den Aufsichtsrat. Dieser bestellt, berät und überwacht wiederum den Vorstand der Baugenossenschaft, die mit 3000 Wohnungen einer der größten Akteure auf dem Esslinger Wohnungsmarkt ist. Artikel vom 18.03.2016 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059455.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Energie für Esslingen

März 2016
Wenn es um die Energiewende geht, wird viel über die Stromerzeugung geredet. Das ist wichtig, aber viel Potential liegt auch in der Modernisierung von Heizungen. Wärme und Strom so zu erzeugen, dass möglichst wenige Ressourcen verbraucht werden, haben sich die Stadtwerke Esslingen zum Ziel gesetzt. Umgesetzt wird dies zum Beispiel in den Wohnanlagen der Baugenossenschaft Esslingen in Zollberg-Süd.
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"Marktcheck" SWR Fernsehen vom 21.04.2015: [l|http://www.swr.de/marktcheck/zinztief-geldanlage-tipps/-/id=100834/did=15224406/nid=100834/1i7ad8b/|Die besten Tipps gegen Sparerfrust|_blank] „Besser als bei der Bank“ überschreibt die Stiftung Warentest in der Ausgabe 02/2015 der Zeitschrift „Finanztest“ ihren Test der Sparangebote von Wohnungsgenossenschaften. Den Testbericht finden Sie hier: [l|https://www.test.de/Sparangebote-von-Wohnungsgenossenschaften-Mehr-Zinsen-als-von-der-Bank-4802797-0/|Mehr Zinsen als von der Bank|_blank] Stiftung Warentest, Finanztest Heft 02/2015: [l|https://www.test.de/Sparangebote-von-Wohnungsgenossenschaften-Mehr-Zinsen-als-von-der-Bank-4802797-0/|Besser als bei der Bank|_blank]
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10 Prozent weniger Miete für alle

20.10.2015
Um mehr und auch preiswerteren Wohnraum anbieten zu können, muss verstärkt in die Höhe gebaut werden, meint die Baugenossenschaft Esslingen (BGE). An einem Beispiel wurde die daraus resultierende Kosteneinsparung berechnet, zusammen mit der Stadt Esslingen wird das Vorhaben jetzt auf den Weg gebracht.
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BGE-Stiftung hilft Esslingerin nach Brand

28.08.2015
[f|"Ich hatte noch nie solche Existenzangst"] [f|ESSLINGEN:] Bettina Fehrenbach stand nach dem Brand in der Pliensau vor dem Nichts - Nun kämpft sie sich zurück in ihr gewohntes Leben
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Neue Heimat für das Ehrenamt

13.08.2015
[f|ESSLINGEN:] Räume in der Weststadt ersetzen das zu kleine Forum Im Heppächer - Ungewisse Zukunft für das Bürgerhaus Mettingen
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Breites Bündnis für neue Baugebiete

23.06.2015
[f|ESSLINGEN:] Wohnungsbranche erklärt Widerstände mit Einzelinteressen - Verwaltungsspitze legt morgen ihre Vorschläge zur Stadtentwicklung vor [f|Die Arbeit an einem Kompass, der bis 2030 die Richtung für die Esslinger Stadtentwicklung vorgibt, tritt in die entscheidende Phase. Morgen wird die Verwaltungsspitze vor der Presse ihre Vorstellungen zur künftigen Einwohnerzahl und zu neuen Baugebieten erläutern. Im Vorfeld hat die Wohnungsbranche ihre Erwartungen formuliert. Sie setzt auf Wachstum ebenso wie auf die Erweiterung der Siedlungsgrenzen.] Von Hermann Dorn Befürworter wie Gegner neuer Baugebiete gehen in einem Bürgerdialog seit einem Jahr der Frage nach, wohin die Entwicklung führen soll. Nachdem der Prozess abgeschlossen worden ist, schlägt jetzt die Stunde der Politik. Für Verwaltung und Gemeinderat beginnt die Arbeit am neuen Flächennutzungsplan. Zunächst gilt es, sich über zentrale Vorgaben zu verständigen. Einen entsprechenden Antrag hat die Verwaltungsspitze gestern hinter verschlossenen Türen dem Ausschuss für Technik und Umwelt präsentiert. Morgen wird sie ihn der Presse vorlegen. Noch vor den Sommerferien muss sich zeigen, ob der Gemeinderat den Vorschlägen folgt. In der Öffentlichkeit wird die Diskussion mit Spannung erwartet. Das Aktionsbündnis „Lebenswertes Esslingen“ hat sich schon vor zwei Wochen zu Wort gemeldet und erklärt, die Verwaltung ignoriere den Klimawandel, wenn sie wie angekündigt auch Baugebiete im Außenbereich vorschlage. Eine solche Politik liege nur im Interesse der Grundstücksbesitzer, die Bauland verkaufen wollten, heißt es in der Stellungnahme (die EZ berichtete). Die Baugenossenschaft Esslingen weist diese Kritik zurück. In einem offenen Brief werfen die Vorstandsmitglieder Oliver Kulpanek und Christian Brokate den Gegnern neuer Baugebiete vor, nur persönliche Einzelinteressen zu verfolgen. Verwaltung und Politik werden aufgefordert, sich nicht an solch „individuellen Wünschen“ zu orientieren. Entscheidend sei vielmehr das „Wohl der Stadt als Ganzes“. [f|„Attraktiver Standort“] Esslinger Wohnungsbau (EWB), der Verein Haus und Grund sowie der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen unterstützen den Vorstoß. Auch die City Initiative - sie setzt sich vor allem für den Einzelhandel ein - gehört zu dem Bündnis, das mit seiner Initiative dem Gemeinderat den Rücken stärken will. Wenn es im Rathaus eine Mehrheit für die Marschroute geben sollte, die Einwohnerzahl auf dem heutigen Stand zu stabilisieren, wäre das für die Verfasser des offenen Briefs „äußerst zurückhaltend“. Mit dieser Einschätzung ermutigen sie den Gemeinderat zu einem offensiveren Umgang mit dem Thema. Sie werben für eine Politik, die auf Wachstum setzt. Esslingen müsse als Mittelzentrum in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas eine Antwort auf den Wohnungsmangel geben. Im Klartext heißt das: Bestehende Siedlungsräume sollen erweitert und arrondiert wurden. Esslingen sei ein attraktiver Standort, betonen Kulpanek und Brokate. Sie verweisen auf die starke Nachfrage, die sie für die 3000 Wohnungen der Baugenossenschaft inner- und außerhalb der Region feststellen. „Jetzt gilt es, dieses Potenzial zum Nutzen der ganzen Stadt zu heben“, schreiben sie. Verbunden ist diese Aufforderung mit der Warnung vor einem Rückgang der Einwohnerzahl. Die Kosten für die Infrastruktur würden sich dann auf immer weniger Menschen verteilen, heißt es in dem Brief. Wer eine schrumpfende Stadt als wünschenswert betrachten sollte, wird zum Blick auf entsprechende Beispiele aufgefordert. Dort gebe es einen massiven Abbau von freiwilligen öffentlichen Leistungen sowie kräftig steigende Gebühren und Steuern. Die Absender gehen auch auf die Frage der Arbeitsplätze ein. Sorge bereitet ihnen, dass der Bedarf an neuen Gewerbeflächen in den bisherigen Überlegungen zu wenig berücksichtigt werde. Mit diesem Stand will sich das Bündnis nicht abfinden. Wenn man der heimischen Wirtschaft gerecht werden wolle, sei es zwingend, weitere Entwicklungsmöglichkeiten auszuweisen, heißt es. Artikel vom 23.06.2015 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059417.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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"Baugenossenschaft ist die gelebte Mietpreisbremse"

11.06.2015
[f|ESSLINGEN:] Für Verbandspräsident Axel Gedaschko ist die seit 125 Jahren bestehende Gemeinschaft eine Erfolgsgeschichte
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Silcherhof auf dem Weg zum Musterviertel

31.03.2015
[f|ESSLINGEN:] Baugenossenschaft errichtet 110 Mietwohnungen - Innenhof wird erhalten
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Klarissenhof weist den Weg

14.01.2015
[f|ESSLINGEN:] Baugenossenschaft hat 125-jähriges Jubiläum - Känguru steht als Maskottchen für die Vorwärtsstrategie
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Die ganze Stadt im Taschenformat

28.01.2015
[f|ESSLINGEN:] Marco-Polo-Führer zeigt Sehenswertes und Überraschendes - Baugenossenschaft initiiert das Projekt
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Klarissenhof - ein neues Quartier entsteht

29.11.2014
[f|Historie umgibt moderne Architektur] Genossenschaftswohnungen im Klarissenhof sind sehr gefragt – Quartier spiegelt ein Stück Stadtgeschichte
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Der Markt kann es nicht alleine richten

22.11.2014
[f|ESSLINGEN: Experten diskutieren im Alten Rathaus über sozialen Wohnungsbau, hohe Mietpreise und neue Formen des Zusammenlebens] Es müssen mehr und vor allem preisgünstige Wohnungen gebaut werden – darin war sich die Expertenrunde am Donnerstagabend im Alten Rathaus einig. Udo Casper, Geschäftsführer des baden-württembergischen Mieterbundes, forderte mehr Zuschüsse vom Land. Christian Brokate, Vorstand der Baugenossenschaft Esslingen, beklagte hingegen die „Regulierungswut“, die den Bau verteuere und zwangsläufig zu höheren Mieten führe. Von Sabine Försterling „Viele ziehen in unsere wirtschaftlich erfolgreiche Region“, stellte die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr (Grüne) fest, die zu der Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Esslinger Dialog“ eingeladen hatte. Wohnraum sei daher knapp und das Preisniveau im bundesweiten Vergleich beachtlich hoch. Deshalb ging es auch um die Frage, wie der soziale Wohnungsbau vorangetrieben und weiterhin die Bevölkerungsvielfalt in den Stadtteilen bewahrt werden kann. Diese Pluralität ist nach den Worten des Soziologen Gerd Kuhn von der Universität Stuttgart nämlich bedroht. Der Markt könne es nicht alleine richten, steht für Andrea Lindlohr fest. Die Politikerin verwies auf das Wohnraumförderprogramm des Landes. Dieses fällt laut Udo Casper, Geschäftsführer des baden-württembergischen Mieterbundes, aber viel zu bescheiden aus. Bayern nehme acht Mal so viel Geld in die Hand, um den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Außerdem seien die Kommunen gefragt. Bei der Entwicklung der Weststadt in Esslingen habe man den Aspekt für eine gute soziale Durchmischung zu sorgen, schlichtweg nicht berücksichtigt. Dies bedauerte auch Carmen Tittel. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat setzt dennoch auf das beschlossene Wohnraumversorgungskonzept: Unter anderem sollen städtische Grundstücke künftig nur dann verkauft werden, wenn der Investor auf 20 Prozent der Fläche preisgünstige Wohnungen erstellt. [f|Kosten läppern sich] Neubaugebiete in Randlagen scheiden für Tittel allerdings aus: „Streuobstwiesen sind tabu.“ 2000 Wohnungen stehen der Kommunalpolitikerin zufolge in der Stadt leer. Da helfe ein Zweckentfremdungsverbot, sprich eine Strafe, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht vermietet wird, meinte Casper. Das werde nichts bringen, konterte Christian Brokate, Vorstand der Baugenossenschaft Esslingen. Für ihn ist die „Regulierungswut“ schuld daran, dass die Wohnungen immer teurer werden. Die neue Landesbauordnung schreibe jetzt zum Beispiel den Einbau von Rauchmeldern oder überdachten Fahrradplätzen vor. Das alles sei für sich gesehen sicher sinnvoll, aber die Kosten läpperten sich. Brokate wünschte sich deshalb, dass zum Beispiel die Anforderungen an energiesparendes Bauen zurückgeschraubt werden. Das würde den Markt entspannen, denn man brauche ja mehr Wohnungen. Beim „Esslinger Dialog“ ist ein Stuhl in der Diskussionsrunde frei für spontane Beiträge aus dem Publikum. darauf nahm Hermann Falch, Vorsitzender von „Haus und Grund“ Esslingen, Platz und gab zu bedenken, dass jegliche Erhöhung der Grundsteuer zwangsläufig auch zu einer Erhöhung der Miete führe. „Wie wollen wir wohnen?“ lautete die Überschrift der Veranstaltung. Es müssten neue Formen gefunden werden, sagte der Wohnsoziologe Kuhn. Über die Hälfte der Bevölkerung lebe alleine. Um dem Problem der Vereinsamung zu begegnen, hat die Baugenossenschaft auf dem Zollberg das Projekt „Mehrgenerationenwohnen“ mit einem Café, in dem inzwischen regelmäßig gemeinsam gekocht wird, verwirklicht. Der Nachbarschaft komme immer größere Bedeutung zu, sagte Brokate. Die „Grünen Höfe“ in der Pliensauvorstadt sind mit den Baugemeinschaften für Tittel auch ein wegweisendes Modell für die Zukunft. Gerd Kuhn empfahl aber auch, die Ansprüche an Wohnfläche und Ausstattung zurückzufahren. Nicht jede Wohnung müsse von Anfang an barrierefrei sein, sondern es genüge, wenn man im Bedarfsfall mit wenigen Mitteln umrüsten könne. Und auch ein Autostellplatz sei nicht immer nötig. Artikel vom 22.11.2014 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059347.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Auf einen Schlag mehr als 10 000 Rauchwarnmelder geordert

13.06.2014
[f|ESSLINGEN:] Esslinger Wohnungsbau und Baugenossenschaft Esslingen statten Tausende von Wohnungen aus
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Kein Platz für kinderreiche Familien

14.06.2014
[f|KREIS ESSLINGEN:] Wer mehr als zwei Kinder hat, tut sich auf dem Wohnungsmarkt besonders schwer - Große Wohnungen sind rar und teuer Von Kornelius Fritz 2006 ist Evmorfia Santoro mit ihrem Mann und ihrem Sohn in eine 70 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnung in der Pliensauvorstadt gezogen. Acht Jahre später wohnt die Familie noch immer dort - allerdings nicht mehr zu dritt, sondern zu siebt. Denn inzwischen wurden vier weitere Kinder geboren, das jüngste ist gerade fünf Monate alt. Seit Jahren ist die Familie auf der Suche nach einer größeren Wohnung - bis jetzt ohne Erfolg. Der Vater verdient als Gebäudereiniger keine Reichtümer, mit Wohngeld könnte die Familie maximal 1000 Euro Warmmiete aufbringen. Eine Fünf- oder Sechs-Zimmer-Wohnung ist dafür in Esslingen aber nicht zu bekommen. „Auf dem privaten Wohnungsmarkt haben solche Familien überhaupt keine Chance“, weiß Renate Kiesling, die bei der Erziehungshilfestelle Esslingen regelmäßig kinderreiche Familien betreut. Und das Angebot an Sozialwohnungen ist so gering, dass Familien oft viele Jahre warten müssen, bis sie zum Zug kommen. Bis auf weiteres muss die Familie Santoro deshalb noch enger zusammenrücken: Die vier älteren Kinder schlafen alle zusammen in einem Zimmer mit zehn Quadratmetern. „Meine Kinder würden auch gerne mal Freunde nach Hause einladen, aber das geht nicht, weil es hier viel zu eng ist“, sagt die Mutter. Doch selbst Familien mit gut gefülltem Geldbeutel tun sich auf dem Esslinger Wohnungsmarkt schwer. Ralf Kober (Name geändert) ist Vater von vier Kindern und Führungskraft in einem mittelständischen Unternehmen. Für eine große Wohnung mit Garten in Esslingen wäre er bereit gewesen, bis zu 1500 Euro Warmmiete hinzulegen - gefunden haben die Kobers trotzdem nichts. „Auf unsere Suchanzeige haben wir kein einziges Angebot bekommen“, erzählt der Ingenieur. Zwei Jahre suchte die Familie, die - damals noch zu fünft - in dreieinhalb Zimmern lebte, vergeblich nach einer größeren Wohnung. „Es gibt quasi nichts, und wenn, dann ist es unheimlich schnell weg“, sagt Ralf Kober. [f|Geringe Fluktuation] Patrick Rosenberger, Leiter der Immobilienabteilung bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, kann das bestätigen: „Das Angebot an großen Wohnungen für Familien ist in der Region extrem überschaubar“. Auch die großen Wohnungsunternehmen haben nicht viel anzubieten: Von den 3000 Mietwohnungen der Esslinger Wohnungsbau GmbH sind nach Angaben von Geschäftsführer Hagen Schröter nur neun Prozent größer als 90 Quadratmeter. Unter den knapp 3000 Wohnungen im Bestand der Esslinger Baugenossenschaft finden sich lediglich 90 Vier-Zimmer-Wohnungen, die Zahl der Fünf-Zimmer-Wohnungen beziffert Vorstandsmitglied Christian Brokate auf „unter zehn“. Und es kommen auch nicht viele Familien-Wohnungen hinzu: „Bei Neubauprojekten sind vier Zimmer in der Regel das Maximale“, weiß Patrick Rosenberger. Auch die EWB versucht in neuen Häusern, vier Zimmer auf 90 Quadratmetern unterzubringen. Angesichts der hohen Grundstückspreise und der enorm gestiegenen Baukosten - auch aufgrund hoher energetischer Anforderungen - wären die Mieten sonst so hoch, dass sich die Wohnungen kaum noch vermarkten ließen, erklärt Hagen Schröter. Die Baugenossenschaft hat bei ihrem aktuellen Neubauprojekt am Klarissenhof immerhin sechs Fünf-Zimmer-Wohnungen vorgesehen. Mit Kaltmieten zwischen 1150 und 1720 Euro sind die für eine Durchschnittsfamilie allerdings kaum erschwinglich. Verschärft wird das Problem dadurch, dass die Fluktuation bei den großen Wohnungen besonders gering ist. In vielen leben gar keine Familien, sondern zum Beispiel ältere Paare, deren Kinder längst aus dem Haus sind, oder sogar Alleinstehende. Abgesehen davon, dass viele von ihnen ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen möchten, sei ein Umzug in eine kleinere Wohnung auch finanziell oft wenig attraktiv, sagt Christian Brokate: „Da die Mieten bei Neuvermietungen zuletzt deutlich stärker gestiegen sind als im Bestand, sparen sie bei einem Umzug in eine kleinere Wohnung unter Umständen gar nicht viel.“ [f|Es wird wenig gebaut] Ein Umzug komme für die meisten nur dann infrage, wenn man ihnen in unmittelbarer Nähe etwas Besseres anbieten könne, weiß Hagen Schröter. Auf dem Zollberg ist das gelungen: Dort sind vor zwei Jahren etliche ältere Menschen aus der Nachbarschaft in die neuen seniorengerechten Wohnungen der EWB am Zollernplatz umgezogen und haben damit größere Wohnungen für Familien frei gemacht. Davon hat unter anderem eine Familie mit sechs Kindern profitiert, die acht Jahre lang vergeblich eine größere Wohnung gesucht hatte. Um weiteren Großfamilien zu einer angemessenen Wohnung zu verhelfen, versuche man, wo es möglich ist, auch immer wieder zwei kleinere Wohnungen zu einer großen zusammenlegen, berichtet Hagen Schröter. Letztlich sind das aber Einzelfälle, die am Grundproblem nichts ändern. Familien, die eine Immobilie kaufen wollen, haben in Esslingen und Umgebung ebenfalls schlechte Karten. „Im Vergleich zu anderen Städten ist die Bautätigkeit hier viel geringer“, sagt Patrick Rosenberger von der Kreissparkasse. Das geringe Angebot treibt die Preise: Für ein neues Einfamilienhaus in Esslingen muss man laut Immobilienspiegel der Kreissparkasse derzeit zwischen 550 000 und 1,5 Millionen Euro berappen, für ein gebrauchtes auch noch zwischen 350 000 und 1,2 Millionen. Und es mangelt offenbar nicht an Menschen, die diese Preise auch bezahlen (können): „Viele Immobilien könnten wir mehrfach verkaufen“, sagt Rosenberger. Für Familie Kober hatte der Suchmarathon ein Happyend: Nach zwei Jahren vergeblicher Suche nach einer Mietwohnung haben sie sich entschieden, ein Haus zu kaufen. Dass sie am Ende sogar in ihrem bevorzugten Stadtteil im Esslinger Norden fündig wurden, sei reines Glück gewesen, weiß Ralf Kober: „Das war für uns wie ein Lottogewinn“, sagt er, „allerdings einer, für den wir eine Menge bezahlen mussten.“ Artikel vom 14.06.2014 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000059280.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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49. ordentliche Vertreterversammlung

Die gewählten Vertreter der Baugenossenschaft Esslingen (BGE) trafen sich am 26. Mai diesen Jahres zu ihrer jährlich stattfindenden Versammlung. Der BGE Jahresabschluss 2013 ist wie in den Vorjahren gekennzeichnet von dem Engagement der BGE, den Mietwohnungen in Esslingen die Bedeutung zu geben, die sie verdienen. „Als einer der wenigen Akteure kümmert sich die Baugenossenschaft um Mietwohnraum in Esslingen. Zwar bauen derzeit auch andere Investoren, doch werden dies überwiegend Eigentumswohnungen. Dagegen kümmert sich die BGE um Menschen, die bewusst zur Miete wohnen wollen. Getreu der genossenschaftlichen Aufgabe, sozial verantwortbare und zukunftssichere Wohnungsqualität zu angemessenen Preisen zu bieten, hat die BGE in 2013 fast 18 Millionen Euro investiert und in 2014 werden es 11 Millionen Euro sein,“ führte Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek aus. „143 Wohnungen haben wir in 2013 zukunftsfähig gemacht und dieses Jahr werden sogar rund 250 frisch modernisierte oder neu gebaute Wohnungen neu bezogen“ ergänzte Vorstandskollege Christian Brokate. Auch die Mietpreisentwicklung haben die BGE-Vertreter engagiert diskutiert. „Alle Investitionen in den Wohnungsbestand kommen den Mietern der Genossenschaftswohnungen zu Gute. Alles was die Politik bestellt, wie z. B. Trinkwasseruntersuchungen, Rauchwarnmelder und EnEV (Anmerkung: Energieeinsparverordnung) natürlich ebenso. Doch für diese Wohltaten gilt auch: Letztlich müssen es die Mieter bezahlen. Allein die vielen neuen gesetzlichen Auflagen werden das Wohnen in den nächsten Jahren um 15 % zusätzlich verteuern,“ erläuterte Oliver Kulpanek. Für das Jahr 2013 schüttet die BGE über 130.000 EUR Dividende an ihre Genossenschaftsmitglieder aus. Die Vertreter genehmigten den Jahresabschluss 2013 und beschlossen die vorgeschlagene Ausschüttung einer 1%-igen Dividende. „Wir sind mit dem Jahresergebnis sehr zufrieden. Die 7.200 Mitglieder haben eine Dividende verdient“ resümierte Oliver Kulpanek. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von den Vertretern für ihre Tätigkeit entlastet.
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Mieten steigen moderat

01.03.2014
[f|ESSLINGEN:] Durchschnittliche Nettomiete liegt jetzt bei 7,42 Euro pro Quadratmeter - Neuer Mietspiegel schafft Transparenz
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Offenes Haus für Jedermann

19.04.2014
[f|ES-ZOLLBERG:] EWB und Baugenossenschaft starten ihr erstes Wohncafé
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Vorreiter bei der effizienten Energienutzung

Die Business News der Stadtwerke Esslingen März 2014: Bei ihren Wärmenetzen nutzen die Stadtwerke Esslingen häufig Blockheizkraftwerke. Der Strom wird in der Regel ins öffentliche Netz eingespeist. Im Schelztorareal betreiben die SWE nun erstmals eine Kundenanlage, so dass die Wärmekunden auch den vor Ort erzeugten Strom nutzen können. Den vollständigen Artikel finden Sie [l|/media/0000059251.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument. Artikel vom März 2014 © Stadtwerke Esslingen
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Strom direkt aus dem Keller

11.02.2014
[f|ESSLINGEN:] Stadtwerke und Baugenossenschaft starten im Schelztorareal die dezentrale Energieversorgung
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Serie "GdW-Argumente"

08.09.2013
In der Serie "GdW-Argumente" werden einzelne aktuell diskutierte politische Themen auf zwei Seiten kurz und bündig aufgearbeitet. Verfügbare Ausgaben (per Mausklick auf das gewünschte Bild klicken!)
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„Wir streben nicht nach Gewinnmaximierung“

10.07.2013
[f|WERNAU:] Wohnungsbaugenossenschaften im Kreis stellen Projekte vor - Mieten deutlich unter dem Mietspiegel
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Großer Andrang bei den Baugenossen

10.07.2013
[f|WERNAU:] Die Wohnbauer des Kreise präsentieren sich als moderne Unternehmer mit einer sozialen Aufgabe.
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Der weite Weg der Baugenossenschaft

03.07.2013
[f|ESSLINGEN:] Vorstand sieht erste Erfolge und verteidigt Kurs des Unternehmens - Vertreter erteilen Denkzettel
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Mehrgenerationenwohnen auf dem Prüfstand

20.06.2013
[f|ESSLINGEN:] Das Wohnprojekt auf dem Zollberg ist gut - aber teuer
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Ein Wohncafé für die Zollberger

07.02.2013
[f|ESSLINGEN:] Der Verein Integrative Wohnformen engagiert sich dafür, dass ältere Mieter möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld leben können [f|Bevor sich der neue Rewe-Markt in den Wohnblock Zollernplatz 7 und 9 geschoben hat, war diese Immobilie der Esslinger Wohnungsbau GmbH (EWB) schon einmal eine wichtige Adresse für den gesamten Stadtteil. Bis zum Sommer soll sie wieder an Bedeutung gewinnen. Denn wo bis zum Neubau des Zentrums Zollberg ein kleinerer Lebensmittelmarkt und eine Arztpraxis ihren Lager- beziehungsweise Mitarbeiterraum hatten, soll bald ein Wohncafé für alle Bewohner des Stadtteils seine Türen öffnen.] Von Claudia Bitzer Das 90 Quadratmeter große Begegnungsangebot richtet sich ausdrücklich an alle Zollbergerinnen und Zollberger. Besonders interessant ist es jedoch für all diejenigen, die mit dem Stadtteil in die Jahre gekommen sind und jetzt Unterstützung oder eine barriereärmere Wohnung brauchen. „Wir haben uns immer wieder überlegt, wie wir unsere ältere Mieter mit Serviceleistungen so versorgen können, dass sie hier länger wohnen können“, so Oliver König von der EWB. [f|Sieben Projekte laufen bereits] Möglich wird das durch das Zusammenspiel der drei großen Wohnungsunternehmen EWB, Baugenossenschaft Esslingen und Flüwo, die zusammengerechnet knapp 1000 Wohnungen in Esslingens jüngstem Stadtteil halten. Sie sind Mitglieder im Verein Integrative Wohnformen, den 13 Stuttgarter Wohnungsunternehmen 2008 gegründet hatten, um Wohnprojekte für Seniorinnen und Senioren im Großraum Stuttgart ins Leben zu rufen. Dieser Verein hat mittlerweile bereits sieben solcher Projekte auf die Beine gestellt, die alle nach demselben Grundprinzip verfahren: An zentraler Stelle eines Stadtteils wird ein Café eingerichtet, für das ein Kooperationspartner, in der Regel ein ambulanter Dienstleister, die Schlüsselgewalt hat. Zu festen Zeiten ist er dort in einem eigenen Büroraum präsent und erster Ansprechpartner für alle möglichen Wehwehchen und größeren Schmerzen. Je nach Kooperationspartner ist das Angebot von Standort zu Standort verschieden. „Hier auf dem Zollberg sind die Johanniter unsere Partner“, erläutert Joachim Giehrl von dem gemeinnützigen Verein. In dem Wohncafé können sich die Zollberger nämlich nicht nur zwanglos treffen. Man bekommt dort auch erste Informationen, wo man hauswirtschaftliche oder pflegerische Dienste in Anspruch nehmen kann oder an wen man sich wenden muss, wenn man für sich selbst oder einen Angehörigen die Eingruppierung in eine Pflegestufe beantragen will. Zugleich bietet das Netzwerk zwischen ambulantem Dienstleister, Verein und Wohnungsunternehmen die Möglichkeit, die jeweilige Wohnung dem tatsächlichen Bedarf des Mieters anzupassen. Die Umbauten werden je nach Pflegestufe zumindest teilweise aus der Pflegekasse finanziert. Sodass die Wohnungen für die Mieter - je nach Investitionsbedarf - unter Umständen gar nicht oder nur geringfügig teurer werden. „Wir wollen schließlich, dass die Menschen möglichst lange in ihren Wohnungen leben können“, sagen auch Walter Rienesl von der Baugenossenschaft und Nina Weigl von der Flüwo. [f|Chancen für Mieter und Vermieter] „Wenn wir die Bedürfnisse unserer Mieter genau kennen, könnten wir mit so einer finanziellen Unterstützung zum Beispiel auch vier Wohnungen eines 20 Einheiten großen Blocks mit einem Aufzug an der Außenseite des Giebels verbinden“, verdeutlicht König die Chancen des Projekts. Zudem will der Verein ein Wohnungsportal einrichten, in dem die freien Mietbestände der Wohnungsunternehmen und ihre Alterstauglichkeit für Interessenten festgehalten sind. Für die Johanniter, die nach der offiziellen Ausschreibung auf dem Zollberg zum Zuge gekommen sind, sind die Besucher zwar keine garantierten Kunden. Denn von wem die Mieter am Ende ihre Hilfeleistungen holen, ist ihnen nach wie vor selbst überlassen. Aber als erster Ansprechpartner im Café haben sie schon einen gewissen Heimvorteil. „Zumal wir von der ambulanten Pflege über den Menü- bis zum Fahrdienst alles aus einer Hand anbieten können“, so Oliver Cosalter, Esslinger Dienststellenleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe. Was sonst noch so alles in dem Café läuft, hängt von den Menschen vor Ort ab. Im Verein hat man die Erfahrung gemacht, dass es etwa ein gutes halbes Jahr braucht, bis sich ehrenamtliche Strukturen fester formiert haben. Möglich ist vieles: vom Mittagessensangebot über Vorträge bis zu Veranstaltungen. Etwa 150 000 Euro lässt sich die EWB die Baumaßnahmen fürs Café kosten, wobei etwa 50 000 Euro auf die spezifische Nutzung der Räume und ihre behindertenfreundliche Ausstattung entfallen. Diesen Posten wollen sich die drei Wohnunternehmen teilen. Und noch ein Nachtrag: Das Projekt könnte durchaus Vorbote für vergleichbare Angebote in anderen Stadtteilen sein. www.integrative-wohnformen.de Artikel vom 07.02.2013 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000036929.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Wie sieht das Interesse an Altenwohnungen aus?

11.12.2012
[f|ES-WÄLDENBRONN:] Förderverein Nord startet Fragebogenaktion zur Bebauung neben dem künftigen Pflegeheim [f|(bes) - Der Förderverein Esslingen Nord setzt sich dafür ein, dass neben dem Pflegeheim in Hohenkreuz am Standort Seracher Straße/Schlosswiesenweg, mit dessen Bau die Städtischen Pflegeheime Esslingen voraussichtlich im Herbst 2013 beginnen, Altenwohnungen entstehen. Welche Ansprüche hätten künftige Bewohner an dieses Wohnen? Das will der Förderverein jetzt mit einer Befragung herausfinden.] Noch gibt es keinen Beschluss für altengerechtes Bauen direkt neben dem Pflegeheim. Doch sowohl der Bürgerausschuss Wäldenbronn, Hohenkreuz, Serach und Obertal als auch der Förderverein machen sich dafür stark. Das Areal ist momentan noch im Besitz der Baugenossenschaft Esslingen, mit der die Stadt in Verkaufsverhandlungen steht. Wolfgang Drexler, Vorsitzender des Fördervereins, ist sicher, dass nicht nur die künftigen Bewohner des Pflegeheims aus den nördlichen Stadteilen kommen, sondern auch jene Senioren, die daneben altersgerecht wohnen wollten: „Ein Umzug fällt leichter, wenn man im gewohnten Lebensumfeld bleiben und soziale Beziehungen aufrecht erhalten kann.“Weil sich der Verein die ideelle und finanzielle Förderung und Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität gerade auch älterer Bewohner im Esslinger Norden auf die Fahnen geschrieben hat, wurde der Vorstand um Michael Ule, den Vorsitzenden des Stadtseniorenrats (SSR), und SSR-Vorstandsmitglied Wilhelm Scheuter erweitert. Die beiden sollen sich künftig schwerpunktmäßig um die Themen Altenwohnungen und Pflegeheim kümmern. In die Diskussion, wie das Konzept für altengerechte Wohnungen aussehen könnte, will sich der Förderverein intensiv einschalten. [f|Mieten oder kaufen] Dazu braucht er allerdings erst einmal eine Grundlage, wie die Wünsche potenzieller Bewohner aussehen. Deshalb hat er eine große Fragebogenaktion gestartet, die gestern bei einem Pressegespräch in der Alten Kelter in Wäldenbronn vorgestellt wurde. Erfragt wird bei Interessenten, ob ein Miet- oder Kaufinteresse an einer Wohnung besteht, wie viele Personen wann einziehen wollen und wie große die Wohnfläche sein sollte. „Vermutlich ist es das erste Mal, dass eine solche Erhebung gemacht wird, um den Bedarf zu erfahren“, vermutet Drexler. Dass das Interesse am Altenzentrum Nord insgesamt groß ist, hat nach Ansicht von Drexler eine Informationsveranstaltung eindrucksvoll gezeigt: „Da kamen rund 240 Leute, das war phänomenal.“ Wer den Fragebogen, aus dem Interessenten „keinerlei rechtliche Verpflichtungen, aber auch keine Rechtsansprüche entstehen“, zurückschickt, wird Ende Januar/Anfang Februar zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der unter anderem neue Wohnformen im Alter vorgestellt werden. „Man kann auch darüber nachdenken, ob es in einem Teil der Bebauung neben dem Pflegeheim generationsübergreifendes Wohnen geben könnte“, sagte Michael Ule. Wer sich für das Projekt interessiert, aber keinen Fragebogen erhalten hat, kann ihn anfordern unter Tel. 07 11/35 20 02 (Büro Drexler). Eingesandt werden müssen die ausgefüllten Fragebögen bis spätestens 23. Dezember an den stellvertretenden Vorsitzenden Fred Coschurba, Hölderlinweg 52, 73728 Esslingen. www.foerderverein-nord.de Artikel vom 11.12.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000032914.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Preis für Mehrgenerationenprojekt

06.12.2012
Die Stadt Esslingen und die Baugenossenschaft wurde mit dem bedeutendsten Städtebaupreis ausgezeichnet. Am 23.11.2012 erhielt die Stadt Esslingen am Neckar und die Baugenossenschaft Esslingen EG den mit 10.000 Euro dotierten Preis für das Mehrgenerationenprojekt des Stadtteils Zollberg. Im Rahmen des Städtebaukongresses der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen und des Landes Baden-Württemberg überreichten Staatssekretär Klaus-Peter Murawski und Vorsitzender Tilmann Hesselbarth in Stuttgart den begehrten Preis an Christian Brokate, Vorstand der Baugenossenschaft, Peter Zürn, Vorsitzender des Bürgerausschusses, Projektarchitekt Dieter Raichle, Projekt GmbH und an Daniel Fluhrer, Stadtbaudirektor der Stadt Esslingen am Neckar. Christian Brokate betonte, dass die Baugenossenschaft Esslingen EG mit dem Mehrgenerationenwohnen innovatives und zukunftsfähiges Projekt realisiert hat, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Vorbildcharakter hat. Für Peter Zürn ist die Auszeichnung Beleg dafür, dass das jahrelange Engagement des Bürgerausschuss und aller Projektbeteiligten zu einem hervorragenden Ergebnis geführt hat. Stadtbaudirektor Daniel Fluhrer würdigte den besonderen Erfolg des Projektes und unterstrich die besondere Esslinger Qualität der übergreifenden Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger freute sich ebenfalls über die bedeutendste Auszeichnung des Städtebaus in Baden-Württemberg und bedankte sich bei allen Beteiligten dafür, die „dieses ambitionierte und innovative Projekt ermöglicht haben“. In der Laudatio der Initiative zum Projekt heißt es unter anderem; „Das Mehrgenerationen Wohnprojekt im Esslinger Stadtteil Zollberg ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch Nachkriegssiedlungen das Potential für eine zukunftssichere Weiterentwicklung haben“. Bei der Preisüberreichung waren (siehe Foto von links): Tilmann Hesselbarth, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, Christian Brokate, Vorstand der Baugenossenschaft, Staatssekretär Klaus-Peter Murawski, Projektarchitekt Dieter Raichle, Project GmbH, Stadtbaudirektor Daniel Fluhrer, Peter Zürn, Vorsitzender des Bürgerausschusses Zollberg, zugegen. Artikel vom 06.12.2012 Zwiebel Das sympathische Esslinger Wochenblatt Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000032684.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Glückliche Wende für das Bethlehem-Areal

05.12.2012
ESSLINGEN: Der neue Favorit will die Wohnanlage in Mettingen sanieren und mit einer Kindertagesstätte ergänzen [f|Vor wenigen Wochen galt das Bethlehem-Areal in Mettingen noch als heißer Abbruchkandidat. Umso überraschender kommt die Nachricht, dass die Wohnanlage in der Nähe des Bahnhofs höchstwahrscheinlich doch erhalten wird. Als Investor wird jetzt ein Bieter aus Esslingen favorisiert, der neben zeitgemäßen Wohnungen im Bestand auch den Bau einer Tagesstätte für 40 Kinder plant.] Von Hermann Dorn Den Ausschlag für die plötzliche Wende hat in den vergangenen Tagen die Bürgermeisterrunde im Rathaus gegeben. Ihr hat die Baugenossenschaft Esslingen als Eigentümerin der Immobilie die entscheidende Rolle in einer Auseinandersetzung zugewiesen, die seit Jahren den Stadtteil Mettingen bewegt. Von der Stellungnahme des Rathauses will sie es abhängig machen, ob sie das fast 100 Jahre alte Ensemble an einen Bieter verkauft, der es weitgehend erhält - oder an einen zweiten Interessenten, der auf Abbruch setzt. Sie selbst sieht sich gegenwärtig nicht in der Lage, an diesem Standort größere Summen in die Hand zu nehmen. Die Stadt hat sich auffallend schwergetan, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Schließlich besitzt das Ensemble mit seinen schmucken Details enormen Charme. Richtig ist aber auch, dass sich die Gebäude mit 72 Wohnungen in desolatem Zustand befinden. Erste Wahl ist aus Sicht des Rathauses seit einigen Tagen nicht mehr ein Interessent aus Stuttgart, der nach einem Abbruch ein Pflegeheim sowie eine Kindertagesstätte bauen will. Den Vorzug genießt jetzt der Wohnbauunternehmer Ömer Bulut. Er hat sich mit ansprechenden Projekten in Esslingen einen Namen gemacht. Am Roßmarkt und in der Beutau hat er denkmalgeschützte Häuser saniert, die sich nach seiner Aussage in wesentlich schlechterem Zustand als das Bethlehem-Areal befunden haben. „Ich habe die Gebäude untersucht und bin zum Schluss gekommen, dass sie eine Zukunft haben“, sagt er auf Anfrage. Den Meinungsumschwung im Rathaus hat er mit seiner Bereitschaft ausgelöst, die Anlage mit einer Tagesstätte für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren zu ergänzen. Die Aussicht, dass ein solches Angebot in wenigen Jahren zur Verfügung stehen könnte, lässt auch Bruno Raab-Monz aufhorchen. „Wir haben in Mettingen einen wachsenden Bedarf“, teilt der Leiter des Amts für Sozialwesen mit. [f|Bürgerausschuss nimmt Einfluss] Die Kombination aus Rettung der Anlage, zeitgemäßem Wohnungsangebot und Kindertagesstätte hält man im Rathaus für so überzeugend, dass der zweite Bieter ins Hintertreffen geraten ist. Im Rathaus heißt es, das Drängen des Bürgerausschusses habe eine wichtige Rolle gespielt. „Die Stadt nimmt den Wunsch im Stadtteil, das Ensemble zu erhalten, sehr ernst“, betont Pressesprecher Roland Karpentier. Obwohl er nur von einer Empfehlung sprechen will und obwohl sich die Baugenossenschaft selbst gestern noch etwas bedeckt hielt, haben Beobachter keine Zweifel, dass die Würfel endgültig gefallen sind. Für diese Einschätzung spricht die Tatsache, dass es zwischen beiden Angeboten keine gravierenden Preisunterschiede geben soll. Zudem hat die Baugenossenschaft offen erklärt, sie könne mit beiden Varianten leben. Gerd Küpper, der Vorsitzende des Bürgerausschusses Mettingen, Weil und Brühl spricht von einer positiven Entwicklung, die geeignet sei, im Stadtteil zukunftsweisende Akzente zu setzen und für Freude zu sorgen. Er fügt aber auch hinzu: „Wir müssen jetzt noch die endgültige Entscheidung abwarten.“ Bulut kündigt an, dass er nach der jüngsten Weichenstellung sein Konzept konkretisieren will. Die Rede ist im Augenblick von 40 bis 60 Miet- und Eigentumswohnungen. Als Ziel verfolgt er, den Charme der Anlage zu bewahren, gleichzeitig aber energetische Standards von heute zu erfüllen. Erleichtert wird ihm die Arbeit, weil die Adresse zum Sanierungsgebiet Mettingen gehört. Damit winken stattliche Steuervorteile. Der höhere Aufwand, der mit der Sanierung verbunden ist, kann über viele Jahre abgeschrieben werden. Artikel vom 05.12.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000032674.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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KOMMENTAR

05.12.2012
[f|Musterbeispiel] Von Hermann Dorn Nicht von ungefähr klagen die Bürgerausschüsse in Esslingen über ihren begrenzten Einfluss. Sie dürfen sich zu allen möglichen Fragen äußern. Wenn es um Entscheidungen geht, finden sie sich aber regelmäßig in der Zuschauerrolle wieder. Der Fall Bethlehem-Areal in Mettingen zeigt jetzt, dass sich beharrlicher Einsatz für ein als richtig erkanntes Ziel trotzdem lohnen kann. Ohne die engagierte Fürsprache dieses Gremiums wäre das schmucke Ensemble zum Untergang bestimmt gewesen. Der Erfolg, der mit der späten Rettung verbunden ist, kann folglich als Musterbeispiel gelten - als Musterbeispiel, wie es gelingen kann, gemeinsam um Lösungen zu ringen. Es hat viele Stimmen gegeben, die in der Vergangenheit keinen Pfifferling mehr auf das Bethlehem-Areal gegeben haben. Architekten und die Baugenossenschaft als Eigentümerin haben zumindest vorübergehend kaum noch eine Alternative zum Abbruch gesehen. Auch die Verwaltungsspitze im Rathaus hat sich vor wenigen Wochen noch dieser Sichtweise angeschlossen. Im Rückblick erweist sich diese Einschätzung als voreilig. Vorwürfe lassen sich daraus aber nicht ableiten. Weit wichtiger ist im Rückblick, dass sich die Baugenossenschaft ebenso wie die Bürgermeisterrunde jederzeit offen gezeigt haben, sich eines Besseren belehren zu lassen. Entscheidend war am Ende nicht, wer die besseren Argumente ins Feld führt. Den Ausschlag gab letztlich, dass ein Investor auftrat, der sich die Erhaltung zutraut. Ohne ihn hätte auch das Engagement des Bürgerausschusses vergeblich bleiben müssen. Bleibt zu hoffen, dass der Vertrag bald unterschrieben wird. Für Mettingen ist die neue Einigkeit ein gutes Signal. Es passt zu den Bemühungen, den Stadtteil aufzuwerten. Artikel vom 05.12.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000032673.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Preis für das Mehrgenerationenhaus

03.12.2012
[f|Esslingen] Die Stadt und die Baugenossenschaft erhalten eine wichtige Auszeichnung für das Projekt am Zollberg. Von Kai Holoch Wer nach ein paar Jahre heute auf den Zollberg kommt, erkennt das einst verschlafene Zentrum nicht wieder. Entstanden ist eine städebaulich ansehnliche Ortsmitte, die diesen Namen jetzt verdient. Sie hat klare Strukturen, einen Supermarkt zur Sicherung der Nahversorgung und ein spannendes Mehrgenerationenprojekt als einen zentralen Baustein. Artikel vom 03.12.2012 © Stuttgarter Zeitung Den ausführlichen Artikel finden Sie [l|/media/0000032675.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Städtebaupreis für Wohnprojekt

29.11.2012
ESSLINGEN (red) - Die Stadt Esslingen und die Baugenossenschaft Esslingen sind mit einem Preis für das Mehrgenerationenprojekt auf dem Zollberg ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert, teilt die Stadtverwaltung mit. Im Rahmen des Städtebaukongresses der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen und des Landes Baden-Württemberg überreichten Staatssekretär Klaus-Peter Murawski und Vorsitzender Tilmann Hesselbarth in Stuttgart den Preis an Christian Brokate, Vorstand der Baugenossenschaft, Peter Zürn, Vorsitzender des Bürgerausschusses, Projektarchitekt Dieter Raichle von der Project GmbH und an den Esslinger Stadtbaudirektor Daniel Fluhrer. Laut Christian Brokate hat die Baugenossenschaft mit dem Mehrgenerationenwohnen ein innovatives und zukunftsfähiges Projekt realisiert, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Vorbildcharakter hat. Für Peter Zürn ist die Auszeichnung Beleg dafür, „dass das jahrelange Engagement des Bürgerausschuss und aller Projektbeteiligten zu einem hervorragenden Ergebnis geführt hat.“ Den Zollberg sieht er mit den aktuell realisierten Projekten für die Zukunft gut aufgestellt. „Wenn, wie hier die Baugenossenschaft, der Bürgerausschuss, die Projektarchitekten und die städtischen Ämter an einem Strang ziehen, dann führt dies nicht nur zu hervorragenden Projekten, sondern auch zu besonderer Anerkennung“, meint Daniel Fluhrer. OB Jürgen Zieger freut sich „über die bedeutendste Auszeichnung im Bereich des Städtebaus in Baden-Württemberg“. Er spricht von beispielhaften und funktionierenden Bausteinen zur Zukunftssicherung des Stadtteils. Von Seiten der Stadtverwaltung hatten vor allem das Amt für Sozialwesen und das Stadtplanungs- und Stadtmessungsamt die Planungen begleitet. In der Laudatio zum Projekt heißt es unter anderem: „Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt im Esslinger Stadtteil Zollberg ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch Nachkriegssiedlungen das Potenzial für eine zukunftssichere Weiterentwicklung haben.“ Das Projekt überzeuge durch die gelungene Verknüpfung räumlicher und sozialer Aspekte. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Beteiligten biete ein hohes Nachahmungspotenzial. Artikel vom 29.11.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000032552.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Ein Bonus für die neuen Mieter

10.11.2012
ESSLINGEN: Baugenossenschaft fördert Beitritt zum Mieterbund - Bundesweit einmaliges Projekt [f|Wenn es um den Wunsch geht, den Hausfrieden zu pflegen, kennt die Baugenossenschaft Esslingen keine Berührungsängste. Ab sofort fördert sie aktiv die Mitgliedschaft im Mieterbund. Begründet wird die ungewöhnliche Partnerschaft mit dem Ziel, Konflikte möglichst auf einer sachlichen Ebene zu klären.] Von Hermann Dorn Hinter der Baugenossenschaft liegen schwierige Zeiten. Der Generationenwechsel an der Spitze hat tiefe Wunden gerissen. In diesem Zusammenhang ist auch die Geschäftspolitik in die Kritik geraten. Der Umgang mit Leerständen und langjährigen Mitgliedern sorgte ebenso für Wirbel wie die Entwicklung der Mieten. Nachdem sich das Unternehmen wieder in ruhigeren Fahrwassern bewegt, bemüht sich der Vorstand jetzt mit Unterstützung des Mieterbunds um einen weiteren Beitrag, das Klima zu verbessern. Vorstandsmitglied Christian Brokate formuliert das Ziel so: „Wir haben großes Interesse an einem guten Verhältnis zu unseren Mitgliedern. Etwaige Probleme wollen wir ohne Streit ausräumen.“ Die Baugenossenschaft stellt mit der Partnerschaft klar, dass sie Mietgesetze ebenso wie die aktuelle Rechtsprechung akzeptiert. Dazu gehört die Versicherung, berechtigte Kritik anzunehmen und Entscheidungen zu korrigieren. Wenn sich Streitpunkte nicht ausräumen lassen, sollen aber auch in Zukunft die Gerichte entscheiden. „Für uns geht es nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um Rechtssicherheit“, betont Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek. Wie die Zusammenarbeit der Zukunft aussehen kann, veranschaulicht er am Beispiel der neuen Hausordnung, die gegenwärtig vorbereitet wird. Sie soll im Vorfeld mit dem Mieterbund abgeklärt werden. Etwaige Einwände will die Genossenschaft prüfen. [f|15 Gerichtstermine pro Jahr] Juristische Auseinandersetzungen über Nebenkosten, Miethöhe oder Hausordnungen gehören für die Baugenossenschaft zur Ausnahme. Pro Jahr begegnet sie nur 15 der 3100 Mieter vor Gericht. Brokate weiß aber, dass es immer wieder Klärungsbedarf gibt. In diesem Zusammenhang räumt er Fehler ein, „die uns mitunter unterlaufen“. In allen Fällen hält er es für hilfreich, wenn sich die Mitglieder an den Mieterbund wenden. „Das gehört zur fairen Auseinandersetzung.“ Solche Aufgeschlossenheit für die unabhängige Beratung lässt sich die Baugenossenschaft etwas kosten. Ab sofort fördert sie den Beitritt zum Mieterbund. Neue Mieter - in der Regel handelt es sich um 250 Verträge pro Jahr - erhalten einen entsprechenden Gutschein. Wer sich für den Mieterbund entscheidet, bezahlt im ersten Jahr nur die Hälfte des Jahresbeitrags, der gegenwärtig bei 68 Euro liegt. Den Rest übernimmt die Baugenossenschaft. Der Mieterbund kündigt an, dass er in diesen Fällen auf die sonst übliche Aufnahmegebühr von 15 Euro verzichtet. Für Udo Casper, den Vorsitzenden des Mieterbunds, kam der Vorstoß des Unternehmens zunächst überraschend. „In ganz Deutschland gibt es kein Beispiel für eine solche Partnerschaft.“ Dennoch zeigte er sich aufgeschlossen. „Auch wir sind schließlich interessiert, Konflikte ohne große Konfrontation auszuräumen“, so Casper, der beim bundesweiten Dachverband keine Einwände gegen die Zusammenarbeit gehört hat. Er betont gleichzeitig, dass der Mieterbund unabhängig bleibt. Sollte es notwendig sein, werde man auch in Zukunft mit der Baugenossenschaft vor Gericht ziehen. Casper hat bei der Zusammenarbeit nicht zuletzt die Mitgliederzahlen im Auge. Sie bewegen sich kreisweit im Bereich von 4500 - Tendenz leicht steigend. Da sich die Organisation ausschließlich über Beiträge finanziert, strebt sie weiteren Zuwachs an. Artikel vom 10.11.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000031030.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Bethlehem-Areal steht vor dem Aus

03.11.2012
ESSLINGEN: Am Mettinger Bahnhof zeichnet sich der Bau eines Altenpflegeheims und einer Kindertagesstätte ab. An der Ruländer- und Ludwigstraße stehen bereits alle 72 Wohnungen leer. Jetzt naht die Entscheidung über die Zukunft des Areals. [f|Im Tauziehen um das Bethlehem-Areal in Mettingen rückt die Entscheidung näher. Die besten Chancen, am Bahnhof den Zuschlag zu erhalten, besitzt inzwischen ein Bieter aus Stuttgart. Sein Konzept sieht den Abbruch sowie den Bau eines Pflegestützpunktes und einer Kindertagesstätte vor. Diese Lösung wird von der Rathausspitze favorisiert - ein Umstand, der im weiteren Verlauf den Ausschlag geben könnte.] Von Hermann Dorn Abbruch oder Erhalt? An dieser Frage entzünden sich in Mettingen seit Monaten heftige Diskussionen. Auch die Bemühungen der Baugenossenschaft als Eigentümerin, im Zuge eines Bieterverfahrens eine Entscheidung herbeizuführen, blieben bisher ergebnislos. Im Rennen sind zwei Interessenten: Einer will die frühere Arbeiterkolonie sanieren, die zwischen 1913 und 1922 entstanden ist. Ein zweiter setzt auf Neubau. Christian Brokate, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft, hält beide Angebote für überzeugend. Das gilt umso mehr, als es finanziell keine nennenswerten Unterschiede gibt. Eine Entscheidung, wer den Vorzug erhalten soll, will die Baugenossenschaft unter solchen Umständen nicht selbst treffen. „Den Ausschlag müssen Überlegungen zur Zukunft des Stadtteils und der Gesamtstadt geben“, sagt Brokate. Und dafür sei das Rathaus zuständig. Beide Interessenten werden folglich an die Stadt verwiesen, die über das Baurecht ohnehin eine wichtige Rolle spielt. Brokate verschweigt allerdings nicht, dass es die Baugenossenschaft für sinnvoll hält, einen Pflegestützpunkt und eine Kindertagesstätte zu realisieren. „Das wäre für Mettingen besser.“ Vor überzogenen Erwartungen an den Versuch, die reizvolle Anlage mit großem Aufwand zu erhalten, warnt er dagegen: „Von dem alten Charme wäre nach einem kompletten Umbau wenig zu sehen.“ Die Stadt hat im Vorfeld der anstehenden Gespräche die eigene Position bereits festgezurrt. Wie Rathaussprecher Roland Karpentier bestätigt, favorisieren Oberbürgermeister Jürgen Zieger und die drei Dezernenten einen Neubau mit den erwähnten Nutzungen. „Diese Lösung passt besser zu den gesamtstädtischen Zielen und der künftigen Entwicklung des Stadtteils als der Versuch, die alte Substanz zu retten“, sagt er und fügt hinzu, die Rathausspitze habe Vor- und Nachteile der jeweiligen Ansätze abgewogen. [f|Rathausspitze sieht Bedarf] Zu diesem Ergebnis gelangt die Verwaltung, weil sie den Bedarf für Pflegeheime ebenso sieht wie für Kinderbetreuung. „Nach unseren Prognosen gibt es mittelfristig die Notwendigkeit, neben den vorgesehenen Pflegestationen in Hohenkreuz und Oberesslingen in Mettingen ein weiteres Angebot zu schaffen“, so Karpentier. In dieser Einschätzung sehe man sich durch Rückmeldungen aus dem Stadtteil bestätigt. Weiteren Handlungsbedarf reklamiert das Rathaus auch in der Kinderbetreuung. Selbst wenn es gelinge, im kommenden Jahr für 34 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Platz anzubieten, müssten über die gesetzlichen Vorgaben hinaus weitere Anstrengungen unternommen werden. Die Rede ist davon, sich ab 2014 an einer Quote von 40 Prozent zu orientieren. Dafür wären weitere 200 Plätze erforderlich. Karpentier spricht mit Blick auf begrenzten Möglichkeiten von einem ehrgeizigen Ziel. „Wir sind folglich für jeden Beitrag dankbar“, sagt er. Der Bürgerausschuss Mettingen will das Thema noch nicht abhaken. Er hat sich stets dafür ausgesprochen, das Bethlehem-Areal zu erhalten. Ihm geht es um städtebauliche Gründe sowie um das Ziel, junge Familien für den Stadtteil zu gewinnen. Gerd Küpper, der Vorsitzende des Ausschusses, hat diese Position gestern bekräftigt. Neu ist für ihn allerdings die Nachricht, dass neben dem Pflegestützpunkt auch eine Kindertagesstätte geplant ist. Küpper sieht folglich die Notwendigkeit, das Thema noch einmal aufzugreifen. Artikel vom 03./04.11.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000030900.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Einigung über Pflegeheim in Sicht

11.10.2012
[f|ESSLINGEN: Als Standort für Oberesslingen wird jetzt ein früheres Fitnessstudio in der Weiherstraße favorisiert] [f|Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein neues Pflegeheim in Oberesslingen konzentriert sich inzwischen auf ein früheres Fitnessstudio. Baugenossenschaft und Stadtverwaltung stufen die laufenden Gespräche als aussichtsreich ein. Eine Einigung werde noch in diesem Jahr angestrebt, heißt es auf Anfrage.] Von Hermann Dorn In Esslingen gibt es derzeit in acht vollstationären Pflegeeinrichtungen fast 800 Plätze. Dieses Angebot wird aber nicht ausreichen, um den steigenden Bedarf dauerhaft zu decken. Bis 2020 - so sagen es Fachleute voraus - werden 145 zusätzlich Plätze benötigt, um pflegebedürftige Menschen zu versorgen. Klar ist inzwischen, dass in der Seracher Straße in Hohenkreuz eine erste Antwort auf diese Herausforderung gegeben wird. Dort sind die planerischen Vorbereitungen für ein Heim mit 50 Plätzen schon weit gediehen. Weil die Stadt auf dezentrale Lösungen setzt, soll in einem weiteren Schritt auch Oberesslingen zum Zug kommen. Erklärte Absicht des Rathauses ist es, in diesem Stadtteil eine Adresse mit einer ähnlichen Größe wie in Hohenkreuz zu realisieren. Versuche, das Vorhaben voranzutreiben, scheiterten bisher allerdings an der ungeklärten Grundstücksfrage. In der Weiherstraße rückt jetzt ein Durchbruch in greifbare Nähe. Dort besitzt die Baugenossenschaft eine Immobilie, hinter deren weiterem Schicksal seit mehr als einem Jahr ein dickes Fragezeichen steht. [f|Adresse ohne Zukunft] Gastronomie, kleine Geschäfte, Bankfilialen, Arztpraxen - alle Nutzungen haben sich auf der 1500 Quadratmeter großen Fläche am Ende als wenig dauerhaft erwiesen. Das gilt auch für das Fitnessstudio Old Samson. Nach dessen Auszug musste sich die Baugenossenschaft mit dem Gedanken anfreunden, dass die Adresse keine Zukunft besitzt. Was bleibt, ist der Abbruch des Gebäudes, das ursprünglich einmal als belebendes Element an der Schnittstelle zwischen Oberesslinger Mitte und Gartenstadt gedacht war. Weil die Stadt Esslingen ein angrenzendes Grundstück besitzt, das unbebaut ist, gilt diese Lage als idealer Standort für ein neues Pflegeheim. Das Raumkonzept - so ist zu hören - lässt sich auf dieser Fläche unterbringen. Für diese Lösung spricht außerdem die Nähe zu Versorgungseinrichtungen und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Sollten sich Baugenossenschaft und Stadt über den Preis und die weiteren Details einigen, könnten die beiden Parteien ihren Streit beenden, der sich an einem Grundstück in der Damaschkestraße entzündet hatte. Wie berichtet hat die Baugenossenschaft dort den Wunsch von Oberbürgermeister Jürgen Zieger zurückgewiesen, der Stadt für das Pflegeheim eine Teilfläche zum Verkehrswert zu verkaufen. Vielmehr favorisiert das Unternehmen in diesem Fall ein Bieterverfahren. 120 Häuser, die keine Zukunft haben, sollen dort einem neuen Quartier weichen. Konzept und Preis entscheiden dabei, welches Gebot den Zuschlag erhält. Für dieses Vorgehen hat sich die Baugenossenschaft in der Öffentlichkeit heftige Kritik des Rathauses gefallen lassen müssen. Es sei ungewöhnlich, dass das Unternehmen in diesem Zusammenhang die städtischen Pläne für ein Pflegeheim nicht berücksichtige, schimpfte Zieger. [f|Bieterverfahren auf Eis] Inzwischen haben sich die Wogen wieder geglättet. Mit dem früheren Fitnessstudio winkt schließlich auch aus städtischer Sicht eine überzeugende Alternative. Zur Befriedung trägt überdies bei, dass die Baugenossenschaft das Bieterverfahren erst einmal auf Eis gelegt hat. Bevor in diesem Fall eine Entscheidung getroffen wird, soll zunächst der Ausgang der Verhandlungen in der Weiherstraße abgewartet werden. So wie es aussieht, wird das Thema Pflegeheim in der Damaschkestraße aber keine Rolle mehr spielen. Artikel vom 11.10.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000029282.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Aufblasbare Kletterwand ist der Hit beim Stadtteilfest

11.10.2012
[u|BürgerInnen Aktiv] Das 13. Stadtteilfest auf der Flandernhöhe war aus Sicht der Veranstalter ein großer Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein wurde das Fest mit dem Posaunenchor Wäldenbronn-Hohenkreuz eröffnet. Schon von Weitem konnte man die riesige aufblasbare Kletterwand sehen. Den ganzen Nachmittag erfreuten sich die Kinder an dieser Attraktion, die von der Baugenossenschaft Esslingen aufgestellt wurde. Im Café Flandern der Lebenshilfe gab es Kaffee und ein großes Kuchenbuffet. Ein Bücherflohmarkt lud zum Schmökern ein. Die Musikschule Hollich sorgte für musikalische Unterhaltung. An den zahlreichen Straßenständen wurden Spiel und Kulinarisches angeboten. So konnte man sich beim Krankenpflegeverein den Blutdruck messen lassen. Die evangelische Kirchengemeinde lud zur Kirchturmbesteigung und zum Luftballon-Wettbewerb ein. Kreative Buttons wurden beim Stand der Esslinger Wohnbau EWB gestaltet. “Dienste für Menschen“ Kennenburg verkaufte selbst hergestellte Holzartikel aus ihrer Kreativwerkstatt. Leckere Crêpes wurden von der Grundschule St. Bernhard serviert, der CVJM Zweigverein bot verschiedene Spielstationen auf der Fußballwiese an. Und bei der Kindersportschule Esslingen wurde auf Basketballkörbe gezielt, das gefiel besonders den Jungs. Der Basteltisch des Theodor-Rothschildhauses war ebenfalls gut besucht, eifrig wurden hier Grasköpfe hergestellt. Am Stand des Evangelischen Kindergartens wurden die Kinder nach Wunsch geschminkt. Beim türkischen Elternbeirat wurden türkische Spezialitäten angeboten. Auch Jugendtreff Nord und Bürgerausschuss bewirteten die Besucher. Der Musikverein Wäldenbronn lud alle Kinder zum Rasselbauen ein, und sogar in einem Polizeiauto durften die jungen Besucher Platz nehmen. Waffeln dufteten herrlich beim Kindergarten Flandernstraße, dort wurde auch zweimal ein Schattentheater aufgeführt. Beim Familienverband luden große Holzspiele zum Verweilen ein. Die Steinhauerei Garnich stellte Arbeitsmaterial für die Kinder-Bildhauerei zur Verfügung. Das Spielmobil vom Stadtjugendring war erneut ein gut besuchtes Angebot für Kinder und Jugendliche. Die Gruppe BürgerInnen Aktiv, die sich aus Bewohnern der Flandernhöhe zusammensetzt und aus der Gemeinwesensarbeit der Anfangszeit hervorgegangen ist, freute sich über die rege Teilnahme der verschiedenen Gruppe und Vereine. Ein Teil des Erlöses aus dem Kuchenverkauf wird für die Aufrechterhaltung der Spielstation neben der Fußballwiese für die Kinder des Quartiers eingesetzt. Artikel vom 11.10.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000029444.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Zwei Bieter für das Bethlehem-Areal

06.10.2012
[f| ES-METTINGEN: Baugenossenschaft entscheidet zwischen Neubebauung und Erhalt - Bürgerausschuss will die Anlage bewahren] Über allen Wipfeln ist Ruh: Das so genannte Bethlehem-Areal in Mettingen wartet schon lange auf eine neue Nutzung. Hinter den Kulissen geht das Bieterverfahren derzeit in seine entscheidende Phase. [f|Das Wohnhaus-Karree an der Ruländer- und Ludwigstraße in Mettingen ist für viele im Stadtteil mehr als nur irgendein Gebäudeensemble. Doch der Zahn der Zeit hat an den historischen Häusern genagt. Weil die Baugenossenschaft Esslingen das Anwesen nicht mehr behalten will, steht es seit einiger Zeit zum Verkauf. Nun geht das Bieterverfahren in die entscheidende Runde - zwei Interessenten mit unterschiedlichen Konzepten sind noch im Rennen. Der Bürgerausschuss favorisiert den Erhalt.] [f|Von Alexander Maier] Als Arbeiter-Kolonie in den Jahren 1913 bis 1922 entstanden, ist der Gebäudekomplex, der nicht unter Denkmalschutz steht, zunehmend ins Abseits geraten: Längst entsprechen die 72 Wohnungen nicht mehr modernen Standards, mit jedem Jahr wurde der Sanierungsbedarf größer. Und so standen immer mehr Wohnungen leer. Nachdem die Baugenossenschaft Esslingen ihren Gebäudebestand unter die Lupe genommen hat, stand fest, dass sie das Ensemble, das im Volksmund „Bethlehem-Areal“ genannt wird, verkaufen will. „Wir haben nichts gegen den Erhalt, doch die dafür erforderliche Sanierung können wir selbst nicht machen“, erklärt Christian Brokate, Vorstand der Esslinger Baugenossenschaft. Deshalb hat das Unternehmen das Anwesen vor geraumer Zeit zum Verkauf angeboten. Nicht zuletzt dank der zentralen Lage im Ortskern und nur einen Steinwurf von der Mettinger Bahnstation entfernt, hatten diverse Interessenten bei der Baugenossenschaft angeklopft. Zuletzt blieben zwei Bieter übrig, deren Angebote nun noch einmal unter die Lupe genommen werden, wobei Brokate nicht nur das Wort der Stadt, sondern auch das des Bürgerausschusses ernst nehmen möchte. Die Höhe des Angebots dürfte am Ende nicht unbedingt den Ausschlag geben, schließlich sollen beide Bieter dem Vernehmen nach nicht unüberbrückbar weit auseinander liegen. Entscheidend dürfte viel eher sein, welcher von beiden unter dem Strich das überzeugendere Nutzungskonzept für das Areal vorgelegt hat. Während sich der eine Bieter einen Erhalt der bestehenden Gebäude bei entsprechender Sanierung vorstellen könnte, soll der andere eine Neubebauung favorisieren. Die Baugenossenschaft jedenfalls möchte genau hinschauen, wie Vorstandsmitglied Brokate versichert: „Wir haben selbst noch eine ganze Reihe von Wohnungen in der Nachbarschaft - da ist es uns ein großes Anliegen, dass das Areal auch nach dem Verkauf eine vernünftige und möglichst qualitätvolle Nutzung erfährt.“ Dass im Bethlehem-Areal einiges Potenzial steckt, steht für Bauexpertin Heike Dinkelaker schon lange fest. Deshalb verfolgen sie und ihre Mitstreiter im Bürgerausschuss für Mettingen, Brühl und Weil die Entwicklungen sehr aufmerksam. Und sie bleiben bei ihrer Haltung, dass ein Erhalt des historischen Gebäudeensembles wünschenswert wäre. „Wir haben die Baugenossenschaft gebeten, dafür zu sorgen, dass die Bausubstanz nach dem Auszug der Mieter so weit wie möglich erhalten bleibt, damit keine Tatsachen geschaffen werden. Der Bürgerausschuss ist der Ansicht, dass ein Erhalt der Wohnanlage der Neubebauung des Geländes vorzuziehen ist.“ [f|Etwas für die Sozialstruktur tun] Damit wolle man sich nicht gegen den Gedanken wenden, dort eine Altenpflegeeinrichtung mit Seniorenwohnungen zu bauen, versichert Dinkelaker. „So etwas wäre für Mettingen wünschenswert, ist aber nicht auf diesen Standort festgelegt. Wir sehen die Chance, mit einer Sanierung auf dem Bethlehem-Areal bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und dabei gerade an junge Familien zu denken. Das würde der Sozialstruktur des Stadtteils guttun.“ Diese Einschätzung hat der Bürgerausschuss bei den Verantwortlichen im Rathaus schriftlich hinterlegt. Dass die bestehende Bausubstanz zu schlecht für eine Sanierung sein könnte, verneint Heike Dinkelaker als gelernte Architektin: „Da gibt es anderswo sehr viel schlechter erhaltene Gebäude, aus denen sich noch etwas sehr Schönes machen ließ.“ Artikel vom 06.10.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000028315.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Mehr Komfort im Schelztor-Areal

11.09.2012
[f| ESSLINGEN: Neues Blockheizkraftwerk erzeugt Wärme und Strom] [f|(red) - Eine neue Heizzentrale versorgt in der Schelztorstraße 36 bis 46 künftig 200 Wohnungen und mehrere gewerblich genutzte Räume mit Wärme und Warmwasser. Baugenossenschaft und Stadtwerke, die 1,1 Millionen Euro in die Anlage investiert haben, versprechen hohe Effizienz und mehr Komfort.] Die Baugenossenschaft Esslingen vertritt die Wohnungs-Eigentümergemeinschaft Schelztorstraße, während die Stadtwerke Esslingen (SWE) die neue Heizzentrale ab Mitte September betreiben. Sie haben die Anlage geplant und gebaut und sind die kommenden zwei Jahrzehnte für deren Betrieb zuständig. „Es hat uns gefreut, dass sich die SWE in einem transparenten Ausschreibungsverfahren gegen namhafte Anbieter aus dem Bundesgebiet durchgesetzt haben“, betont Oliver Kulpanek, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft. Das neue Blockheizkraftwerk in der Schelztorstraße 42 wird mit Erdgas betrieben. Neben Wärme erzeugt es auch Strom. Um Spitzenverbräuche in der Winterzeit abdecken zu können, werden zusätzlich zwei effiziente Gas-Brennwertkessel eingesetzt. Neben der kompletten Steuerungs- und Regelungstechnik werden auch die Warmwasserbereiter ausgetauscht. Die alte Ölheizung wurde im Sommer ausgebaut. [f|Bewohner profitieren von Spareffekt] Die Stadtwerke bieten als Betreiber der Anlage viele Vorteile. „Wir können den Wohnkomfort für unsere Bewohner deutlich steigern, ohne hohe Investitionskosten tragen zu müssen“, so Christian Brokate von der Baugenossenschaft. Neben einer sicheren Energieversorgung sei es Ziel gewesen, dass auch die Bewohner von dem Spareffekt profitieren, der bei den Betriebskosten entsteht. Dieser Vorteil hängt mit der höheren Effizienz der neuen Anlage zusammen. „Der Verbrauch kann mit dem Blockheizkraftwerk deutlich gesenkt werden“, so Wolfgang Lotz, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Esslingen. „Das ist wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.“ Die SWE setzen bei der Wärmeversorgung schon lange auf Blockheizkraftwerke. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom - bekannt unter dem Begriff Kraft-Wärme-Kopplung - wird die eingesetzte Energie weit besser genutzt als im herkömmlichen Verfahren. Artikel vom 11.09.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000025664.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Internationaler Tag der Genossenschaften Radeln für den guten Zweck

27.07.2012
[f|Am diesjährigen Internationale Tag der Genossenschaften veranstalteten einige Genossenschaften aus der Region eine Charity-Radtour, allen voran die Wohnungsgenossenschaften und Volksbanken. Die Radtour führte von Kirchheim über Wernau, Reichenbach und Plochingen nach Esslingen.] Zielpunkt der Charity-Radtour am Internationalen Tag der Genossenschaften war der Agneshof. Hier präsentierte sich am Bürgerfestsamstag die Baugenossenschaft Esslingen mit einem Stand und hier fand auch die Abschlussveranstaltung statt. Bei der Radtour erradelten die Teilnehmer möglichst viele Kilometer für einen guten Zweck. Der Spendenbetrag floss an ein Wohnprojekt in El Salvador, Träger ist die DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen. In der Region Mittlerer Neckar existieren zahlreiche Genossenschaften – und es werden jährlich mehr. Denn das genossenschaftliche Prinzip liegt voll im Trend. Es stärkt mit seiner demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeit die genossenschaftliche Grundidee von der Gemeinschaft, der Hilfe zur Selbsthilfe. Dieses Engagement würdigen die Vereinten Nationen 2012 mit dem Internationalen Jahr der Genossenschaften. „Genossenschaften wurden immer dann gegründet, wenn es gesellschaftliche Fehlentwicklungen gab“, hielt Oliver Kulpanek fest, Vorstand der Baugenossenschaft Esslingen. Etwa wegen der Verelendung während der Industrialisierung. Die Baugenossenschaft hat mehr als 3.100 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet. „Wer eine Wohnung will, muss Mitglied werden“, so Kulpanek. 2015 kann die Baugenossenschaft ihr 125-jähriges Bestehen feiern. Text/Foto: Dieter Pohl Artikel vom 27.07.2012 © 's Blättle Den ausführlichen Artikel finden Sie [l|/media/0000023539.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Mit den Mieten soll die Wohnqualität steigen

12.07.2012
[f|Esslingen] Die Baugenossenschaft investiert große Geldsummen in die Sanierung ihrer Gebäude. Von Jürgen Veit "Wir wollen vernüftige Qualität zu vernüftigen Mietpreisen anbieten", erklärt Christian Brokate das langfristige Ziel der Baugenossenschaft Esslingen. Das Vorstandsmitglied weiß, dass es nur für solche Mietwohungen auch einen Markt gibt. Artikel vom 12.07.2012 © Stuttgarter Zeitung Den ausführlichen Artikel finden Sie [l|/media/0000022129.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Baugenossenschaft kommt nicht zur Ruhe

12.07.2012
[f|ESSLINGEN: Die Bilanz kann sich sehen lassen, doch noch immer rumort es zwischen Vorstand und Vertretern] [f|Die Baugenossenschaft (BG) hat im vergangenen Jahr zahlreiche Wohnungen saniert, den Leerstand um ein Fünftel reduziert und 145 000 Euro Gewinn erwirtschaftet. Dennoch ist nach den großen Unruhen in den vergangenen Jahren und dem Wechsel im Vorstand bisher keine Harmonie eingekehrt. Die Vertreterversammlung entlastete den Vorstand kürzlich zwar mit einer Mehrheit von 32 Ja-Stimmen, doch 15 Vertreter verpassten Oliver Kulpanek und Christian Brokate mit ihrem Nein eine Ohrfeige.] Von Doris Brändle Hauptkritikpunkt einiger Mitgliedervertreter sind die Mieterhöhungen, die vor allem für alte Menschen mit geringer Rente sehr schmerzhaft sind. In unsanierten Altbauten wie in den Lerchenäckern in Oberesslingen, die teilweise weder ein Bad noch eine Zentralheizung hatten, zahlten die Mieter bisher rund drei Euro pro Quadratmeter. Jetzt, nach der Großsanierung der 116 Wohnungen, ist der Standard zwar laut Vorstand Oliver Kulpanek deutlich gestiegen und sind die Energiekosten drastisch gesunken - dennoch ist es für viele Mieter schwierig, im Monat 100 Euro oder mehr als bisher zu berappen. Einige Mitgliedervertreter fürchten, dass das Ziel der Baugenossenschaft, auch Wohnraum für ärmere Menschen zu schaffen, aus dem Fokus gerät. Für Oliver Kulpanek ist das nicht nachvollziehbar. „Wir wollen Mietwohnungsbau im sozialverträglichen Rahmen schaffen“, sagt er. Der Esslinger Mietspiegel weise im Durchschnitt einen Quadratmeterpreis von 7,16 Euro aus - damit liege die Baugenossenschaft mit ihren 5,42 Euro noch immer um ein Viertel darunter. Klar ist aber, dass ein Projekt wie der Klarissenhof, der zwischen Finanzamt und Ebershaldenfriedhof entsteht, diesen Durchschnittspreis nach oben treiben wird. In dem Quartier werden 120 Wohnungen teilweise saniert und teilweise neu gebaut. Zunächst war vorgesehen, die 70 neuen Objekte im Innenhof zu verkaufen. Doch der neue Vorstand hatte den Kurs korrigiert und beschlossen, auch die neuen Wohnungen an die Mitglieder zu vermieten. Aus dem Bauträgergeschäft ist die BG inzwischen ganz ausgestiegen. Die neuen Wohnungen im Klarissenhof sollen Ende 2013 fertig sein und für 9,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. „Unter diesem Standard kann man nicht neu bauen“, sagt Vorstand Christian Brokate. [f|Alternativgrundstück fürs Pflegeheim] Um Sanierungen wie in den Lerchenäckern oder jetzt in den Gebäuden an der Ecke Tobias-Mayer-Straße/ Am Schönen Rain zu finanzieren, verkauft die Baugenossenschaft immer wieder Immobilien. In der Damaschkestraße in der Gartenstadt ist die BG zum Schluss gekommen, dass die Häuser mit ihren rund 120 Wohnungen keine Zukunft haben. Die meisten Mieter sind bereits ausgezogen. „Wir unterstützen sie dabei, wo es geht“, sagt Kulpanek. Jetzt sucht die BG in einem Bieterverfahren nach einem Käufer. Das erbost den Oberbürgermeister. Wie berichtet, forderte er mehr Rücksicht auf die städtischen Pläne, auf diesem Grundstück ein Pflegeheim zu bauen. Die BG hält an ihrem Bietverfahren zwar weiter fest, bemüht sich aber, die Wogen zu glätten. „Wir haben ein gutes Alternativgrundstück in Oberesslingen, das wir der Stadt anbieten“, sagt Brokate. Genaueres will er dazu noch nicht sagen. Auch das Bethlehem-Areal in Mettingen soll verkauft werden. Die Bieterfrist ist zwar bereits abgelaufen, doch die potenziellen Käufer bekommen über die Sommerferien noch einmal Zeit, ihre Konzepte nachzuarbeiten. „Wir wollen etwas, was den Stadtteil stärkt“, sagt Brokate. Eins der Konzepte sehe beispielsweise einen dezentralen Pflegestützpunkt vor. Mit den Verkäufen will die Baugenossenschaft Rücklagen bilden. „Wir zahlen zurzeit 1,5 Millionen Zinsen im Jahr. Das ließe sich mit mehr Eigenkapital vermeiden“, erklärt Brokate. Erfreut ist er deshalb auch, dass die Vertreterversammlung sich dafür ausgesprochen hat, den Gewinn von 145 000 Euro ins Geschäft zu stecken statt eine Dividende auszuschütten. Die Baugenossenschaft hat 7300 Mitglieder und 3100 Wohnungen. Artikel vom 12.07.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000022225.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Radtour von Kirchheim nach Esslingen

09.07.2012
[f|ESSLINGEN: Mit einer Radtour von Kirchheim nach Esslingen] haben die größten Genossenschaften des Landkreises am Samstag den internationalen Genossenschaftstag gefeiert. Dabei wurden mit Wernau, Reichenbach und Plochingen Standorte der beteiligten Wohnungsgenossenschaften besucht: für den guten Zweck erradelten die 40 Teilnehmer der Tour 3000 Euro. "Was mir an den Genossenschaften besonders gefällt ist, dass es nicht immer nur darum geht, Gewinne zu maximieren, sondern auch darum geht, gemeinschaftlich und demokratisch kulturelle und wirtschaftliche Ziel zu verfolgen", sagte die Oberbürgermeisterin Angela Matt-Heidecker bei ihrer Rede zur Geno-Radtour 2012 auf dem Kirchheimer Schlossplatz. Text: Veit/Foto: J. Wehrmann Artikel vom 09.07.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000023547.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Ein Gewinn für den Gemeinsinn

09.07.2012
[f|Bürgerfeste und Charity-Radtour am Internationalen Genossenschaftstag] Mit einer Radtour von Kirchheim nach Esslingen haben die größten Genossenschaften des Landkreises am Samstag den Internationalen Genossenschaftstag gefeiert. Dabei wurden nicht nur die verschiedenen Standorte der fünf beteiligten Wohnungsgenossenschaften besucht: Für einen guten Zweck konnten die 40 Teilnehmer der Tour 3000 Euro erradeln. Michael Veit Kreis Esslingen. „Was mir an den Genossenschaften besonders gefällt, ist, dass es nicht immer nur darum geht, Gewinne zu maximieren, sondern auch darum, gemeinschaftlich und demokratisch kulturelle und wirtschaftliche Ziele zu verfolgen“, sagte Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker bei ihrer Eröffnungsrede der Geno-Radtour 2012 auf dem Kirchheimer Schlossplatz am Samstag. Doch standen an diesem Morgen nicht die wirtschaftlichen Ziele im Mittelpunkt: Die 40 Teilnehmer der beteiligten Genossenschaften wollten an diesem Tag gemeinsam möglichst viel Geld für einen guten Zweck erradeln. Nach dem Startschuss ging es gemeinsam durch den Wald, über Feldwege und kleine Brücken, entlang des Neckars über Wernau, Reichenbach und Plochingen bis nach Esslingen. An der Tour nahmen auch Vorstände und Verantwortliche der beteiligten Genossenschaften, Bürgermeister und Lokalpolitiker sowie zahlreiche Mitglieder teil, die an den jeweiligen Standorten von Erfrischungen, Früchtebuffets, Snacks und „Zünftigem“ vom Grill empfangen wurden. Auch für Unterhaltung war gesorgt. Die „schwäbische Schwertgosch“, alias Standup-Comedian Link-Michel aus Neuffen, begleitete die Tour und sorgte an den verschiedenen Stationen für Stimmung. Auch Hüpfburgen und Spielmodule für die Kleinen, Musik und Unterhaltung auf kleinen Bühnen waren geboten, die Mitglieder und Einwohner lockten, sich über die Genossenschaften und ihre Angebote zu informieren. Nach der Zieleinfahrt in Esslingen wurden die erradelten Kilometer der Teilnehmer addiert, umgerechnet und aufgerundet – sodass am Ende ein Scheck in Höhe von 3000 Euro an den Vertreter der Organisation DESWOS übergeben werden konnte. Dabei handelt es sich um die Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen, eine Genossenschaft, die ganz im Sinne des Mottos der Wohnungsgenossenschaften „Wir bauen eine bessere Welt“ mit dem Spendenbeitrag ein Hausbauprojekt von Landfrauen im Norden El Salvadors unterstützt. Dabei überwog der einheitliche Tenor: Die Charity-Tour war eine gelungene Aktion, um den Internationalen Genossenschaftstag engagiert zu feiern, ein Gewinn für den Gemeinsinn und die Genossenschaftsidee im Landkreis. Ein Schulterschluss sei an diesem Tag auch zu anderen Genossenschaften in Deutschland und der Welt gelungen, wie der Vorsitzende des Verbands Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland, Ulrich Stallmann, der zur Eröffnung der Radtour eigens aus Hamburg angereist war, sagte: „UN-Generalsekretär Ban-Ki-Moon hat das Jahr 2012 zum internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Deshalb wird der Genossenschaftstag heute auch in Hamburg, Berlin oder Schwerin und in der ganzen Welt gefeiert.“ Die drei Grundbegriffe der Genossenschaften wie Zusammenarbeit, Gemeinwohl und Solidarität seien es, die die Geschäftsform der Genossenschaften zum zukunftsträchtigsten Geschäftsmodell machen, so Stallmann. „Wir stehen für die Bürger in diesem Land und sind froh darüber, dass dieser Umstand gerade jetzt auch von der Politik gewürdigt wird“, so Stallmann. Artikel vom 09.07.2012 © Der Teckbote Den ausführlichen Artikel finden Sie [l|/media/0000023546.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Linkmichel begleitet die Charity-Radtour

06.07.2012
[f|ESSLINGEN: Linkmichel begleitet die Charity-Radtour] [f|KREIS ESSLINGEN:] Morgen wird das Internationale Jahr der Genossenschaften gefeiert - Für guten Zweck von Kirchheim nach Esslingen strampeln [f|(nin) - Morgen feiert die Welt das Internationale Jahr der Genossenschaften. Ihr Engagement wollen einige Genossenschaften der Region - allen voran die Wohnungsgenossenschaften und die Volksbanken - mit einer Charity-Radtour zeigen.] Persönlichkeiten der Region radeln möglichst viele Kilometer für einen guten Zweck. Die Tour startet morgen um 10 Uhr auf dem Schlossplatz in Kirchheim. Aktionsstände der Genossenschaften informieren die Bevölkerung, Hüpfburgen und Spielaktionen für die Kinder sind vor Ort. Die Tour führt über Wernau, Reichenbach und Plochingen nach Esslingen. Dort findet, eingebettet in das Bürgerfest, auf dem Agneshof das Abschlussfest statt. Als Highlight begleitet der Künstler Linkmichel die Tour, der an jedem Ort der Tour mit einer Showeinlage überrascht. „Dank des Gemeinschaftssinns und des engagierten Miteinanders aller Genossenschaftsmitglieder haben wir viel erreicht - und das wollen wir feiern“, beschreibt Bernd Weiler, Vorstand der Kreisbaugenossenschaft Nürtingen, die Aktion. Das genossenschaftliche Prinzip habe sich seit mehr als 100 Jahren bewährt. Genossenschaftliches Wohnen sei aktueller denn je. Die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen vor allem in Ballungszentren haben stark angezogen. Bezahlbare Wohnungen zur Verfügung zu stellen, ist eine Aufgabe der Wohnungsgenossenschaften. Die älteste Wohnungsgenossenschaft in Baden-Württemberg, die Baugenossenschaft Esslingen eG, stammt aus dem Jahr 1890. Die fünf Wohnungsbaugenossenschaften im Kreis Esslingen bewirtschaften 5300 Genossenschaftswohnungen, hinzu kommen 2500 Wohnungen in der Verwaltung. Heute gibt es in Baden-Württemberg 175 Wohnungsgenossenschaften, die 186 000 Wohnungen in ihrem Bestand haben. Knapp 391 000 Menschen leben in einer Genossenschaftswohnung. Die durchschnittliche Nettokaltmiete einer Genossenschaftswohnung in Baden-Württemberg lag 2010 bei günstigen 5,29 Euro. Die Kreisbaugenossenschaft Nürtingen eG mit Sitz in Kirchheim blickt auf eine mehr als 90-jährige Geschichte zurück. Nach der Fusion mit der Baugenossenschaft Plochingen eG wird sie unter dem Namen Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG firmieren. Sie wird über mehr als 3000 Mitglieder und 1500 Wohneinheiten verfügen. Die addierte Bilanzsumme liegt für 2011 bei 61,2 Millionen Euro. Artikel vom 06.07.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000022228.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Ein Gewinn für alle

06.07.2012
Genossenschaften feiern am 7. Juli UNO-Tag [f|Die Vereinten Nationen (UNO) haben das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Am Samstag, 7. Juli, feiern die Wohnungsgenossenschaften und die Volksbanken UNO-Tag - mit gemeinschaftlichen Aktionen vor Ort und einer Charity-Radtour.] [f|Kirchheim.] Die Charity-Tour verbindet die Standorte aller fünf beteiligten Wohnungsgenossenschaften des Landkreises Esslingen. Los geht's am Samstag, 7. Juli, um 10 Uhr auf dem Kirchheimer Schlossplatz mit einem Grußwort von Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker. Aktionsstände der Genossenschaften informieren die Bürger, Hüpfburgen und Spielmodule versprechen auch für die Kleinen Spaß. Das Fahrerfeld, bestehend aus Persönlichkeiten aus der Region, absolviert einen fast 50 Kilometer langen Kurs von Kirchheim nach Esslingen. An allen Orten werden die Radler mit Aktions- und Verpflegungsständen empfangen. Der Comedian Linkmichel begleitet die Tour und wird an den Orten kurze Auftritte präsentieren. Musik, Antenne 1, Unterhaltung und genossenschaftliche Gemütlichkeit erwarten alle beim Abschluss in Esslingen, eingebettet in das Bürgerfest auf dem Agneshof. Erwähnt sei noch, dass die Teilnehmer mit jedem absolvierten Kilometer einen Spendenbetrag für ein gemeinnütziges Projekt erradeln, der dann in Esslingen übergeben wird. pm Artikel vom 06.07.2012 © Der Teckbote Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000023550.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Die Streithähne sind zuversichtlich

14.06.2012
[f|Esslingen] Die Stadt will das geplante Altenpflegeheim in der Damaschkestraße per Bebauungsplan festschreiben. Von Ulrich Stolte Das Bieterverfahren läuft noch. Damit will die Baugenossenschaft Esslingen ein Grundstück in Oberesslingen verkaufen, auf das die Stadt ein Auge geworfen hat, um ein Altenpflegeheim zu bauen. Deswegen will die Verwaltung nun planungsrechtlich eingreifen. Artikel vom 14.06.2012 © Stuttgarter Zeitung Den ausführlichen Artikel finden Sie [l|/media/0000022072.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Baugenossenschaft verteidigt Grundstückspolitik

24.05.2012
[f|ESSLINGEN: Beim Verkauf geben sowohl der Preis als auch das Konzept den Ausschlag - „Wir befürworten ein Pflegeheim für Oberesslingen“ Die Baugenossenschaft Esslingen weist die Kritik des Oberbürgermeisters an ihrer Grundstückspolitik zurück. Gleichzeitig befürwortet ihr Vorstand die städtischen Pläne, in der Oberesslinger Gartenstadt ein Pflegeheim zu bauen. Außerdem betont er sein Interesse an einem partnerschaftlichen Verhältnis zur Stadt.] Von Hermann Dorn Zwischen Oberbürgermeister Jürgen Zieger und Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek hat es zuletzt kräftig gekracht. Vorläufiger Höhepunkt des Streits: In einer Pressemitteilung hat Zieger vor wenigen Tagen bezweifelt, dass das Unternehmen noch seinem genossenschaftlichen Auftrag gerecht wird (die EZ berichtete). Die Rede war von großen Irritationen über das Geschäftsgebaren der Gegenseite. Zugleich mahnte Zieger, die erfolgreiche Partnerschaft der Vergangenheit nicht zu gefährden. Entzündet hat sich der Konflikt am Plan der Stadt, mit ihrem Eigenbetrieb in Oberesslingen ein Pflegeheim zu bauen. Als Standort favorisiert das Rathaus einen Teil des Geländes, das sich am Wicken-, Nelken- und Damaschkeweg erstreckt. Mehr als 100 Wohnungen der Baugenossenschaft befinden sich dort in einem so schlechten Zustand, dass das Unternehmen beschlossen hat, die Grundstücke zu verkaufen und den Weg für eine neue Bebauung zu ebnen. Anders als von Zieger erwartet, lehnt es Kulpanek bisher ab, in direkte Verhandlungen mit der Stadt einzutreten. Vielmehr bevorzugt die Baugenossenschaft ein zweistufiges Bieterverfahren, wie sie es auch für zwei Grundstücke am Mettinger Bahnhof (Bethlehem-Areal) sowie in der Wäldenbronner Straße in Hohenkreuz gewählt hat. Es sieht vor, dass sämtliche Interessenten in einer ersten Runde einen Kaufpreis nennen. Bevor die zweite Runde beginnt, werden alle Beteiligten über das höchste Gebot informiert. Neben einem Preis müssen sie dann auch ein Konzept vorlegen. [f|„Transparentes Verfahren“] „Für uns kommt es auf beide Kriterien an“, betont Vorstandsmitglied Christian Brokate. Bei der Entscheidung beschreitet das Unternehmen ihm zufolge einen Mittelweg. „Selbstverständlich wollen wir einen marktgängigen Preis. Sehr wichtig ist uns aber auch das Konzept. Wir wissen uns schließlich unseren Mitgliedern ebenso verpflichtet wie der Stadt“, betont Brokate. Die Baugenossenschaft spricht von einem „transparenten Verfahren“, das sich an den Leitlinien des Unternehmens orientiert. In Hohenkreuz habe man so eine Lösung gefunden, die für den benachbarten Lebensmittelmarkt eine gute Perspektive eröffnet. Kulpanek verteidigt das Ziel, bei einem solchen Verfahren marktgängige Preise zu erreichen. Gleichzeitig betont er aber das Interesse, qualitätsvolle Lösungen zu ermöglichen und den Konflikt mit der Stadt zu entschärfen. Für die Pläne, in der Gartenstadt ein Pflegeheim zu bauen, zeigt er sich aufgeschlossen. „Wir haben diese Nutzung selbst ins Gespräch gebracht“, sagt er und betont die Bereitschaft, die städtischen Interessen in die weiteren Überlegungen einzubeziehen. Brokate wehrt sich ebenso wie Kulpanek gegen den Vorwurf, die Baugenossenschaft operiere nur wie ein gewöhnlicher Bauträger, der seine Immobilien meistbietend veräußere. Obwohl man nichts zu verschenken habe, sei man weiterhin an einem partnerschaftlichen Verhältnis zur Stadt interessiert. Gleichzeitig müsse man aber darauf achten, dass man in der Lage sei, die anstehenden Aufgaben zu stemmen. Als Beispiele nennt der Vorstand die Pläne, im Krebenwiesenweg in Hohenkreuz ein 6-Familienhaus zu erstellen. Im Klarissenhof (Olgastraße/Richard-Hirschmann-Straße) rückt der Bau von 100 Wohnungen näher. Außerdem soll die Sanierung bestehender Gebäude vorangetrieben werden. Ganz oben auf der Liste stehen inzwischen Adressen in der Tobias-Mayer-Straße und Am Schönen Rain. Artikel vom 24.05.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000022227.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Klärungsbedarf in der Wäldenbronner Straße

22.05.2012
[f|ESSLINGEN: Verwaltung begrüßt Pläne für Lebensmittelmarkt - Gesucht wird noch ein Verkehrskonzept] Eingriff mit Folgen: Auf diesem Gelände der Baugenossenschaft entstehen ein Edeka-Markt, Wohnungen und möglicherweise auch Arztpraxen. Foto: Kaier [f|Die Nachricht, dass das Siedlungswerk Neckar-Fils in der Wäldenbronner Straße umfangreiche Investitionen plant, hat vor Ort ein breites Echo ausgelöst. Auch die SPD im Gemeinderat meldet sich zu Wort. Sie begrüßt das Vorhaben, drängt aber auf rasche Antworten zum Verkehr.] Von Hermann Dorn Wie berichtet, verkauft die Baugenossenschaft Esslingen ihre Immobilien neben der Bäckerei Conzelmann an das Siedlungswerk aus Nürtingen. Der neue Eigentümer will die vorhandenen Gebäude abbrechen. Auf dem Grundstück sollen Wohnungen, Arztpraxen und eine neue Adresse für den Edeka-Markt entstehen, der heute am Kreisverkehr unter beengten Verhältnissen leidet. Die Aussicht, dass die Verkaufsfläche verdoppelt wird, kommt der Handelskette ebenso entgegen wie den Kunden. Auch der Bürgerausschuss begrüßt die Entwicklung. Er sieht Chancen, die Nahversorgung zu stärken. „Dafür brauchen wir einen guten Vollsortimenter“, weiß Sidonie Conzelmann, die Vorsitzende des Bürgerausschusses. Stadtplaner Franz Schneider betont, dass Baugenossenschaft und Verwaltung eng zusammenarbeiten. „Wir sind über die Verkaufspläne frühzeitig informiert worden“, sagt er. Das Rathaus habe im Vorfeld ausdrücklich den Wunsch geäußert, in diesem Zusammenhang auch die Zukunft des Edeka-Markts langfristig zu sichern. Unter solchen Vorzeichen bewertet er die jüngsten Nachrichten positiv. Schneider stellt aber auch klar, dass es noch keine fertigen Pläne gibt. „Für uns beginnt die Arbeit erst richtig“, betont er und kündigt eine Planungswerkstatt an. Wie zuletzt im Stadtteil Zollberg soll auf einer möglichst breiten Basis mit Investor, Betreiber und Bürgerausschuss über die konkrete Lösung diskutiert werden. Schneider rechnet damit, dass sich die Verkehrsfragen zufriedenstellend beantworten lassen. „Ich bin da zuversichtlich.“ [f|Planung ist am Anfang] Zunächst verweist die Verwaltung aber auf die anstehenden Gespräche. Noch kenne man die konkreten Vorstellungen des Siedlungswerks Neckar-Fils nicht, heißt es. Schneider geht aber davon aus, dass die Folgen für die Wäldenbronner Straße überschaubar bleiben. „Den Lebensmittelmarkt gibt es ja heute schon ganz in der Nähe.“ In der Planung, die noch ganz am Anfang stehe, müssten auch die Belange der Fußgänger und des ruhenden Verkehrs berücksichtigt werden. „Klar ist aber, dass es im Straßenraum ein angemessenes Parkplatzangebot geben wird. Wir streben keinen verkehrsberuhigten Bereich an.“ Die SPD-Fraktion im Gemeinderat zeigt sich in einer Anfrage, die sie an Oberbürgermeister Jürgen Zieger gerichtet hat, deutlich vorsichtiger. Sie wünscht in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt eine Antwort auf grundsätzliche Fragen. So will sie wissen, ob die Wäldenbronner Straße den Verkehr aufnehmen kann, ob 35 Parkplätze in der Tiefgarage reichen und wie sich Staus am Kreisverkehr vermeiden lassen. Ungeachtet aller Bedenken unterstreicht aber auch Fraktionsvorsitzender Andreas Koch, dass die SPD in dem Vorhaben sehr wohl eine Chance für den Esslinger Norden erkennt. Artikel vom 22.05.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000016854.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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"Große Irritation"

19.05.2012
[f|ESSLINGEN:] OB kritisert die Baugenossenschaft [f|In ungewöhnlich scharfer Form kritisiert Oberbürgermeister Jürgen Zieger die Grundstückspolitik der Baugenossenschaft Esslingen. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, wonach die Genossenschaft seither wenig Bereitschaft zeige, dem städtischen Eigenbetrieb Pflegeheime ein geeignetes Grundstück in Oberesslingen für eine neue Pflegeeinrichtung zur Verfügung zu stellen.] Von Christian Dörmann Die Verwaltungsspitze und der Eigenbetrieb Pflegeheime setzen bei ihren weiteren Plänen für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Pflegeplätzen in Esslingen vor allem auf Standorte in Hohenkreuz und Oberesslingen. Während ein entsprechendes Projekt an der Seracher Straße und am Schloßwiesenweg in Hohenkreuz langsam Konturen annimmt (die EZ berichtete), sieht man im Rathaus keine Bewegung, was die baugenossenschaftlichen Gartenstadtgrundstücke in Oberesslingen zwischen Damaschestraße und Wickenweg angeht. Das habe bei der Verwaltungsspitze „große Irritation“ ausgelöst, so OB Zieger in einer Mitteilung. Denn die Versorgung Oberesslingens mit Pflegeplätzen sei auch im Interesse der vielen im Umfeld wohnenden Mitglieder der Baugenossenschaft. „Obwohl die Stadt Esslingen als potenzielle Käuferin bereit steht, bietet ihr die Baugenossenschaft in Oberesslingen die entsprechenden Flächen für Pflegeplätze bislang nicht an“, betont der OB. Anstatt sich mit der Stadt über die Flächen zu verständigen, setze die Baugenossenschaft in einem Bieterverfahren offenbar auf rentierliche Höchstpreisverkäufe. Zieger: „Ein solches Geschäftsgebaren löst bei Verwaltung und Gemeinderat Zweifel am genossenschaftlichen Auftrag einer Baugenossenschaft aus. Wenn die Genossenschaft sich schon von den Grundstücken trennt, sollte sie die originären Interessen ihrer Mitglieder und deren Anforderungen an eine gute Infrastruktur nicht völlig außen vor lassen.“ Eine Baugenossenschaft sei schließlich mehr als ein Bauträger. Deshalb mahnt Jürgen Zieger mit Blick auf die „erfolgreiche Partnerschaft in der Vergangenheit“ und für künftige Vorhaben das vertrauensvolle Miteinander von Stadt und Baugenossenschaft als Esslinger Sozialpartner an. Derweil zeichnet sich auf dem Mettinger Bethlehem-Areal zwischen Bahnhof und Kirche ein möglicher neuer Pflegestützpunkt ab. Die Baugenossenschaft als Eigentümerin des Grundstücks sieht ob der schlechten Bausubstanz kaum Chancen, die dortigen Gebäude zu erhalten. Sie ist bereits mit möglichen Investoren im Gespräch, die auf dem Areal einen neuen Pflegestützpunkt bauen und mit Seniorenwohnungen ergänzen wollen. Artikel vom 19.05.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000022226.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Ein Schub für Hohenkreuz

18.05.2012
[f|ESSLINGEN Siedlungsbau Neckar-Fils investiert in der Wäldenbronner Straße - Edeka verdoppelt Verkaufsfläche] Große Pläne für die Wäldenbronner Straße: Direkt neben der Bäckerei Conzelmann stehen Häuser mit 24 Wohnungen vor dem Abbruch. Eine Baugenossenschaft aus Nürtingen will dort einen Beitrag zur Infrastruktur des Esslinger Nordens leisten. Der Baubeginn ist für 2013 vorgesehen. [f|Der Stadtteil Hohenkreuz gehört heute schon zu den besten Einkaufsadressen in Esslingen. Jetzt bahnt sich für die Wäldenbronner Straße ein weiterer Schub an. Direkt neben der Bäckerei Conzelmann plant die Siedlungsbau Neckar-Fils aus Nürtingen umfangreiche Investitionen. Die Genossenschaft will einen Lebensmittelmarkt, Arztpraxen, Wohnungen sowie eine Tiefgarage bauen.Der Stadtteil Hohenkreuz gehört heute schon zu den besten Einkaufsadressen in Esslingen. Jetzt bahnt sich für die Wäldenbronner Straße ein weiterer Schub an. Direkt neben der Bäckerei Conzelmann plant die Siedlungsbau Neckar-Fils aus Nürtingen umfangreiche Investitionen. Die Genossenschaft will einen Lebensmittelmarkt, Arztpraxen, Wohnungen sowie eine Tiefgarage bauen.] Von Hermann Dorn Die Vorbereitungen für das Millionenprojekt sind weit gediehen. „Wir sind uns mit den wichtigsten Partnern einig“, erklärt Fritz Krämer, der Geschäftsführer der Siedlungsbau Neckar Fils, die ihre geschäftlichen Aktivitäten seit geraumer Zeit über ihr Stammgebiet hinaus erweitert. Die konkrete Planung soll in den nächsten Monaten mit den Mietern, Anliegern und der Stadt abgestimmt werden. Auf dem Grundstück, das bisher der Baugenossenschaft Esslingen gehört, soll bereits 2013 der erste Spatenstich erfolgen. Stadtverwaltung und Bürgerausschuss reagieren positiv auf die Entwicklung. „Wir betrachten das als erfreulichen Fortschritt“, sagt Sidonie Conzelmann, die Vorsitzende des Bürgerausschusses Hohenkreuz, Wäldenbronn, Serach und Obertal. Sie ist überzeugt, dass auch die Verbraucher diese Einschätzung teilen. Denn der bestehende Edeka-Markt am Kreisverkehr, der für den ansprechenden Branchenmix in Hohenkreuz eine zentrale Rolle spielt, erhält mit dem bevorstehenden Umzug eine langfristige Perspektive. [f|Verkaufsfläche wird verdoppelt] Die engen Verhältnisse am bisherigen Standort zwingen den Betreiber des Edeka-Markts, das Sortiment auf 12 000 Artikel zu begrenzen. Wenn die Verkaufsfläche wie geplant auf fast 1000 Quadratmeter verdoppelt wird, kann der Pächter mit 17 000 Artikeln aufwarten. Außerdem verspricht Edeka einen übersichtlicheren und großzügigeren Markt. In den drei Obergeschossen sieht das vorläufige Konzept vor allem Wohnungen vor. Im Gespräch ist weiter, auch Arztpraxen und Büros unterzubringen. Während die Einzelheiten noch geklärt werden müssen, steht fest, dass in einer Tiefgarage fast 50 Parkplätze untergebracht werden, wobei 35 für den Edeka-Markt bestimmt sind. Der Investor zeigt sich zuversichtlich, dass sich die Verkehrsfragen mit diesem Angebot überzeugend beantworten lassen. Während die Siedlungsbau Neckar-Fils ihre Fühler nach Esslingen ausstreckt und erstmals ein gewerbliches Projekt anpackt, will sich die Baugenossenschaft Esslingen in den nächsten zehn Jahren auf ihre Kernaufgabe konzentrieren. „Wir müssen zuerst unseren Wohnungsbestand zukunftsfähig machen“, sagt Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek. Alle Mittel würden benötigt, um diese Herausforderung zu bewältigen. Investitionen in gewerbliche Objekte kämen erst längerfristig infrage. [f|Wohnungen mit großen Mängeln] Die 24 Wohnungen, die heute auf dem Grundstück stehen, sind fast 100 Jahre alt. Sie weisen Kulpanek zufolge gravierende Mängel auf, die sich nicht mehr beheben lassen. Für eine neue Nutzung spricht aus seiner Sicht auch die Erkenntnis, dass das Grundstück an dieser Stelle intensiver als heute bebaut werden kann. „Außerdem eignet es sich hervorragend, um die Infrastruktur des Stadtteils aufzuwerten“, so Kulpanek. Nachdem die meisten Bewohner eine neue Wohnung gefunden haben, gibt es nur noch zwei Mieter. Die Baugenossenschaft geht davon aus, dass auch sie in den nächsten Wochen ausziehen. Damit wäre der Weg frei, die Gebäude abzubrechen. Die Siedlungsbau Neckar-Fils zeigt sich zuversichtlich, dass ihr Geld in Hohenkreuz gut angelegt ist. Krämer weiß die Vorzüge des Standorts mit seinem kaufkräftigen Umfeld zu schätzen. Eine zentrale Rolle spielt aber auch die Tatsache, dass andere Investitionen in Nürtingen verschoben werden müssen. „Aus diesem Grund passt das Vorhaben in Esslingen jetzt gut in unser Konzept“, erläutert der Geschäftsführer. Krämer hofft ebenso wie der Bürgerausschuss, dass die Stadt Esslingen die Entwicklung zum Anlass nimmt, ihre Bemühungen um die Einkaufsstraße zu intensivieren. Verwaltung und Gemeinderat haben den Handlungsbedarf grundsätzlich anerkannt. Wenn es um konkrete Zusagen ging, den öffentlichen Raum aufzuwerten und die Verkehrsprobleme zu lösen, zeigten sich die Verantwortlichen aber reserviert. Jetzt gibt es eine neue Situation, meint Sidonie Conzelmann, die Vorsitzende des Bürgerausschusses. „Die Stadt ist gefordert“, fügt sie hinzu. Artikel vom 18.05.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000016852.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Für Familien und Senioren unbezahlbar?

16.03.2012
[f|Für Familien und Senioren unbezahlbar?] ESSLINGEN: Baugenossenschaft will Mieten für ihr Mehrgenerationenwohnen auf dem Zollberg erhöhen [f|"Schöne Wohnlage mit Aussicht, 41 größtenteils barrierefreie Mietwohnungen in vier Neubauten, Aufzüge, dazu Gemeinschaftsräume und eine Sozial-kraft, die das Miteinander auf den rechten Weg bringen soll: Das mittlerweile zwei Jahre alte Mehrgenerationenprojekt der Baugenossenschaft Esslingen (BGE) auf dem Zollberg ist nicht nur attraktiv und innovativ, sondern hat auch seinen Preis. Den will die BGE zum 1. April noch weiter erhöhen - was für Unruhe unter den Mietern sorgt."] Von Claudia Bitzer Horst und Maria Brinkmann (Namen geändert) und ihre drei kleinen Kinder wohnen seit Juli 2010 in der Neuffenstraße - auf 117 Quadratmetern, für die sie bislang 1038,40 Euro kalt und eine Nebenkostenvorauszahlung von 354 Euro monatlich überweisen. „Ab April sollen die Mieten um etwa zehn Prozent steigen und dem Mietspiegel 2012 angepasst werden. Das sind für uns rund 100 Euro pro Monat mehr - und für einige andere Familien auch. Aber auch für die Senioren sind die Mieterhöhungen nicht unerheblich und sorgen auch zwischen den Parteien für Unruhe, da diese unterschiedlich hoch ausgefallen sind“, berichtet Maria Brinkmann. [f|"Traurig für Projekt und Kinder"] Statt 8,89 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sollen die Brinkmanns künftig 9,98 Euro bezahlen. Dass die Erhöhung nicht jenseits des Mietspiegels liegt, haben sie überprüft. Doch denken sie und offenbar noch andere Familien jetzt über einen Auszug nach, weil sie die Miete nicht mehr tragen können und wollen. „Wir wohnen gerade mal rund eineinhalb Jahre hier und müssen nun die Kontakte und Bindungen, die hier langsam entstehen, schon wieder abbrechen. Das ist traurig für das Projekt und vor allem auch für unsere Kinder.“ Zudem befürchten sie, dass der ohnehin schon überschaubare Anteil an Familien - derzeit leben laut BGE-Angaben in den 41 Wohnungen acht Familien mit elf Kindern - noch weiter zurückgehen könnte. Ihr Fazit: „Insgesamt ist es schon eine traurige Angelegenheit, wenn ein solches ,Vorzeigeprojekt‘ für die eigentliche Zielgruppe Senioren und Familien nicht finanzierbar ist und noch mehr als bisher Doppelverdiener ohne Gemeinschaftsinteresse einziehen.“ Begräbt die Baugenossenschaft damit ihr gerade einmal zwei Jahre altes Projekt, das sie für knapp zehn Millionen Euro auf dem Areal der ehe-maligen Jugendherberge realisiert hat? „Nein, es lebt und hat auch Zukunft“, widerspricht BGE-Vorstand Christian Brokate mit Vehemenz. „Aber bei den vier Häusern handelt es sich um hochwertige Neubauten in attraktiver Lage, dazu noch begleitet durch eine soziale Fachkraft. Wir können die Mieter dort nicht anders behandeln als die Nutzer unserer anderen rund 3000 Wohnungen in der Stadt.“ Schließlich komme der gesamte Wohnungsbestand der Baugenossenschaft in Sachen Mietpreise alle zwei Jahre auf den Prüfstand. Brokate: „Das heißt aber noch nicht, dass auch alle zwei Jahre erhöht wird." Wenn eine Wohnung innerhalb der letzten 15 Monate neu bezogen wurde oder kein Spielraum mehr nach oben ist, passiert - zumindest vorerst - nichts. [f|"Im Premium-Segment"] Tatsache ist jedoch, das die BGE ihre Mieten in den vergangenen drei Jahren kräftig erhöht hat. „Die Baugenossenschaft wollte viele Jahre lang das preiswerteste Wohnungsunternehmen sein, hat aber über Jahre hinweg höhere Kosten als Einnahmen verbucht“, begründet Brokate den massiven Zugriff. „Wir gehen jetzt an die ortsübliche Vergleichsmiete heran." Wobei das Mehrgenerationenwohnen klar zum Premium-Segment des BGE-Bestands gehört, der in ganz Esslingen eine Mieten-Bandbreite von knapp drei bis 10,60 Euro pro Quadratmeter und Monat abdeckt. Je nach Wohnungsgröße, Ausstattung und Einzugsdatum zahlt man im Mehrgenerationenprojekt in der Neuffenstraße jedenfalls künftig bis zu 10,44 Euro. Im Schnitt steigt die monatliche Miete dort laut BGEAngaben von 8,51 auf 9,06 Euro pro Quadratmeter, was einer Erhöhung um etwa sechseinhalb Prozent entspricht. Immerhin sind sieben von 41 Mietern mit der Höchstmarge von plus zehn Prozent dabei. Brokate: „Das Projekt war nie als sozialer Wohnungsbau gedacht.“ Dennoch habe die BGE von Anfang an auf eine ausgewogene Bewohnerstruktur geachtet und die Wohnungen teilweise leer stehen lassen, bis sie geeignete Mieter fand. „Im Einzelfall tun die Mieterhöhungen sicher weh.“ Man habe den Betroffenen angeboten, nach Lösungen zu suchen. Doch individualisierte Mietpreise könne es nicht geben. Komme es doch zu Umzügen, sei er zuversichtlich, wieder geeignete Nachmieter zu finden. [u|"DEM PROJEKT NICHT ZUTRÄGLICH, ABER AUCH NICHT UNVERHÄLTNISMÄSSIG“] Die Baugenossenschaft Esslingen (BGE) hat ihr Mehrgenerationenprojekt auf dem Zollberg bislang sehr verantwortungsbewusst auf den Weg gebracht. Das bestätigt auch die Planungs- und Projektgruppe aus dem Stadtteil Zollberg und der Stadtverwaltung, die das innovative Wohnvorhaben von Anfang an mit geplant und begleitet hat. „Das Projekt ist zu 100 Prozent frei finanziert von der Baugenossenschaft, die auch noch Gemeinschaftsräume für ihre Mieter zur Verfügung stellt. Die Stadt bezuschusst lediglich die halbe Stelle für die Fachkraft mit 40 Prozent, um das Mehrgenerationenwohnen mit dem Stadtteil zu verzahnen“, sagt etwa Peter Zürn, der Vorsitzende des Bürgerausschusses Zollberg. Die anstehenden Mieterhöhungen seien für das Mehrgenerationen-projekt zwar „nicht zuträglich, aber auch nicht unverhältnismäßig“. Die BGE müsse ihr Vorgehen ja auch vor ihren anderen Mitgliedern rechtfertigen, verweist er auf die Vielschichtigkeit der Thematik.Zwar hatte die BGE das 6000 Quadratmeter große Jugendherbergsareal 2006 nicht nur aufgrund ihres Gebots von gut zwei Millionen Euro, sondern auch ausdrücklich wegen ihres Konzepts erhalten. Doch sagt Franz Schneider vom Stadtplanungsamt: „Es gibt sachliche und fachliche Aspekte, die dafür sprechen, dass die angestrebte Mieterstruktur eingehalten wird. Aber wir haben keinen rechtlichen Anspruch darauf.“ „Es ist bei innovativen Wohnmodellen leider immer noch eine Kunst, Konzeption und Wirtschaftlichkeit auszutarieren. Die meisten sind nicht öffentlich gefördert, oft sind sie sogar nur im Eigentums-bereich möglich“, verweist Renate Schaumburg vom Amt für Sozialwesen auf vergleichbare Objekte andernorts. Sie hofft, dass sich die Baugenossen-schaft noch einmal mit den Mietern an einen Tisch setzt. „Gerade jetzt, wo sich so etwas wie eine Hausgemeinschaft entwickelt hat, wäre es nicht förderlich, wenn die Menschen auszögen.“ biz Artikel vom 16.03.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000011238.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument. Den Kommentar dazu finden Sie [l|/media/0000011239.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Mieten 18 Prozent über Bundesschnitt

01.03.2012
[f|"Mieten 18 Prozent über Bundesschnitt"] ESSLINGEN: Im Vergleich aller deutschen Städte liegt Esslingen auf Platz 16 - Neuer Mietspiegel gibt Orientierung Esslingen ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität, hoch sind aber auch die Preise für Wohnraum. Laut dem Mietspiegelindex des Hamburger Forschungsinstituts F+B liegen die Mieten in Esslingen um 18 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die Neckarstadt belegt damit in der Hitliste der teuersten Städte Deutschlands den 16. Platz. Der neue Mietspiegel, der nun erschienen ist, soll dazu beitragen, dass aus hohen keine überhöhten Mieten werden. Von Kornelius Fritz Die höchsten Mieten werden bundesweit in München bezahlt, doch schon auf Platz 3 und 4 folgen Leinfelden-Echterdingen und Stuttgart. Unter den Top 30 finden sich gleich zwölf Städte aus der Region, darunter auch Esslingen auf Rang 16. „Esslingen ist teuer, und nach meiner Einschätzung werden die Mieten auch in Zukunft steigen“, sagt Christian Brokate, Vorstandsmitglied bei der Baugenossenschaft Esslingen. Ärger zwischen Hausbesitzern und Mietern ist da programmiert. Für Objektivität und damit auch für weniger Streit soll der Mietspiegel sorgen, der alle zwei Jahre neu aufgelegt wird. Früher wurde der von der Stadt finanziert, inzwischen übernehmen Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft sowie Hauseigentümer- und Mietervereine den Großteil der Kosten. Grundlage des Mietspiegels ist eine schriftliche Befragung, die alle vier Jahre durchgeführt wird. Zuletzt haben sich im Jahr 2009 mehr als 600 Mieter aus Esslingen daran beteiligt. Damit die Werte so aktuell wie möglich bleiben, werden sie nach zwei Jahren um die allgemeine Preissteigerung erhöht, diesmal um 3,6 Prozent. Für den nächsten Mietspiegel, der 2014 erscheint, gibt es dann wieder eine neue Erhebung.Mithilfe des Mietspiegels lässt sich die ortsübliche Miete einer Immobilie relativ exakt ermitteln. Er berücksichtigt nicht nur Größe und Baujahr einer Wohnung, durch ein Punktesystem können auch Ausstattung und Lage in die Bewertung mit einfließen. Im Internet kann man die ortsübliche Miete mit wenigen Klicks sogar bequem online berechnen lassen (siehe Anhang). [f|"Kritik an Wohnraumförderung"] „Der Mietspiegel dient dazu, Markttransparenz herzustellen und sich einen objektiven Überblick zu verschaffen“, erklärt Udo Casper, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes im Landkreis Esslingen. Für Vermieter sei er ebenfalls unverzichtbar, ergänzt Hermann Falch vom Verein Haus und Grund: „So können sie auch eine Mieterhöhung sauber begründen.“ Unternehmen wie die Esslinger Wohnungsbau (EWB) nutzen die Daten regelmäßig, um ihre Mieten zu kalkulieren. Auch Gerichte greifen auf den Mietspiegel zurück, wenn zum Beispiel ein Bewohner gegen eine Mieterhöhung klagt. So wird Mietwucher eingedämmt, der Mangel an günstigem Wohnraum bleibt allerdings. Dem könnte aus Sicht von Udo Casper nur die Landesregierung durch entsprechende Förderprogramme entgegensteuern: „Der angekündigte Politikwechsel ist bis jetzt aber noch nicht in der Realität angekommen“, kritisiert der Mietervertreter. Auch Christian Brokate hält die Wohnraumförderung des Landes bis jetzt für wenig attraktiv, weil die Zuschüsse aus seiner Sicht mit zu vielen Auflagen verknüpft sind. Die Baugenossenschaft nehme deshalb im Augenblick keine Landesförderung in Anspruch. Der neue Mietspiegel kann in gedruckter Form für 5 Euro im Bürgerbüro der Stadt sowie über den Verein Haus & Grund und den Deutschen Mieterbund bezogen werden. Unter www.esslingen.de kann man ihn kostenlos als pdf-Datei herunterladen. Im Internet kann man die ortsübliche Miete für eine Wohnung online bestimmen unter www.mietenberechner.net/esslingen2012/default.asp Artikel vom 01.03.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000010473.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Wärmedämmung und soziale Verantwortung

17.02.2012
[f|"Bei Mieterhöhungen Verantwortung zeigen"] Durch die Wärmedämmung erhöhen sich auch im öffentlichen Wohnungsbau die Preise Dass sich durch Wärmeisolierung viel Energie einsparen lässt, das wissen auch die Träger des öffentlichen Wohnungsbaus. Die Baugenossenschaft Esslingen, die Esslinger Wohnungsbau und die Flüwo nehmen viel Geld in die Hand, um ihren Bestand energetisch zu sanieren. Steigende Kaltmieten sind die Folge. Doch achtet man auf sozial verträgliche Mieterhöhungen. Von Dagmar Weinberg Im vergangenen Jahr hat die Baugenossenschaft Esslingen (BGE) ihre 3100 Wohnungen im Stadtgebiet von einem Fachmann untersuchen lassen. „Uns ging es darum, den Ist-Zustand zu erfassen und dann eine Reihenfolge für anstehende Sanierungen festzulegen“, erklärt BGE-Vorstand Christian Brokate. Die Neubauten haben natürlich gut abgeschnitten. Auch um ältere Häuser, die vor Jahren renoviert wurden, brauche man sich vorerst nicht zu kümmern. „Wenn ich bereits acht Zentimeter Dämmung drauf habe, muss ich da im Augenblick nicht noch mehr draufpacken“, sagt BGE-Vorstand Oliver Kulpanek. Für manche Gebäude bedeutete die Untersuchung allerdings das Aus. So war schnell klar, dass sich eine Sanierung der 50er-Jahre-Häuser in der Oberesslinger Damaschkestraße nicht mehr lohnen würde. Anders sieht es in den Lerchenäckern aus. Dort hat die Baugenossenschaft in der Hegensberger Straße und der Brandenburger Straße drei Wohnblocks aus den 60er-Jahren dick eingepackt, komplett renoviert und Sonnenkollektoren sowie eine Fotovoltaikanlage aufs Dach gesetzt. Mussten die Mieter vorher 4,12 Euro pro Quadratmeter berappen, stieg die Kaltmiete jetzt auf 6,62 Euro. „Damit liegen wir deutlich unter dem Esslinger Mietspiegel,“ macht Christian Brokate klar und verweist darauf, dass „eine Mieterhöhung von 3,60 Euro kostendeckend gewesen wäre“. Von den Mitgliedern der BGE gebe es bisher nur positive Rückmeldungen. „Die Leute wohnen ja jetzt praktisch in einem neuen Haus, und das wissen sie zu schätzen“, sagt Oliver Kulpanek. Wie sich die energetische Sanierung auf die Nebenkosten auswirkt, kann er nicht sagen. Da direkt mit den Versorgern abgerechnet wird, „wissen wir ja nicht, was sie vorher ausgegeben haben“. Die Erfahrung zeige aber, „dass der Energieverbrauch um rund 40 Prozent sinkt“.Mitunter sind es sogar mehr. Die Flüwo hat vor einigen Jahren ihre vier Hochhäuser in der Pliensauvorstadt komplett modernisiert und energetisch saniert. „Der Gesamtenergieverbrauch in den vier Hochhäusern hat sich durch die Modernisierung um rund 67 Prozent reduziert“, berichtet Dominik Ottmar, der in dem Wohnbauunternehmen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Das zeige der Vergleich der durchschnittlichen Verbrauchswerte der Jahre 2004 und 2010. [f|Zinsgünstige Darlehen] Auch in den Hochhäusern in der Stuttgarter Straße 42 bis 48 sind nach der Sanierung die Mieten gestiegen: um durchschnittlich 11,6 Prozent. „Da wir uns unserer sozialen Verantwortung bewusst sind, schöpfen wir den bei Mieterhöhungen gesetzlich möglichen Rahmen nicht aus.“ Dieses Prinzip gilt auch bei der Esslinger Wohnungsbau, die in den vergangenen Jahren kräftig in die energetische Sanierung ihres Bestands investiert hat. „Man muss bei Mieterhöhungen Verantwortung zeigen“, erklärt Prokurist Oliver König. Wie die Baugenossenschaft hat die EWB vor ein paar Jahren alle Gebäude auf den Prüfstand gestellt und eine Prioritätenliste angelegt. Auf der standen auch die EWB-Häuser in der Boßlerstraße sowie im Reußensteinweg auf dem Zollberg. Im Reußensteinweg, wo mit einer Biogasanlage geheizt wird, „haben wir den durch die Energieeinsparverordnung vorgegebenen Standard sogar um 30 Prozent unterschritten“, berichtet Prokurist Oliver König. Da man sich bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein zinsgünstiges Darlehen gesichert hat, „konnten wir die Mieter entlasten“. So stieg der Mietpreis von 4,30 Euro auf 6 Euro pro Quadratmeter. „Gesetzlich wäre eine Erhöhung auf 8 Euro pro Quadratmeter möglich gewesen“, erklärt Oliver König. Nach Abschluss der Sanierung wurde nicht nur ein Mieterfest gefeiert. Man hat die Bewohner auch befragt. Zwar vermisse der eine oder andere die alten Kippfenster. „Aber die Leute sind sehr zufrieden, und Kündigungen oder eine größere Fluktuation wegen der höheren Miete gibt es nicht.“ Artikel vom 17.02.2012 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000009451.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Bethlehem-Areal in Mettingen

25.11.2011
[f|"Hübsch, aber unbezahlbar"] Das Quartier, das vor 100 Jahren an der Ruländer- und Ludwigstraße entstanden ist, gehört zu den reizvollsten Ensembles des Stadtteils. Aus diesem Grund wehren sich Bürgerausschuss und viele Mettinger gegen den drohenden Abbruch der Anlage, für deren Namen es keine schlüssige Erklärung gibt. Allerdings schwindet die Hoffnung, die Adresse erhalten zu können. So sagt Heike Dinkelaker: „Die wirtschaftlichen Zwänge der Baugenossenschaft sind auch uns klar. Ich fürchte, dass nicht mehr viel zu ändern ist.“ Die stellvertretende Vorsitzende des Bürgerausschusses, die sich als Sprecherin der Arbeitsgruppe Bauwesen intensiv mit der Zukunft des Karrees beschäftigt, will trotzdem am Ball bleiben. Sie wirbt dafür, wenigstens Teile der Gebäude in der Ludwigstaße zu erhalten. Sollte es zum Abbruch kommen, will sie ihn nur unter einer Bedingung akzeptieren: „Dann muss die Grundstruktur der Anlage mit dem Innenhof und den Bäumen aufgenommen werden.“ Oliver Kulpanek, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft, fasst bereits den Neuanfang ins Auge. Nachdem sich das Unternehmen von dem Standort trennen will, laufen erste Gespräche mit Investoren. „Keiner von ihnen ist bereit, das Ensemble zu erhalten“, teilt er mit. Vielmehr kristallisiert sich heraus, dass die Interessenten den Neubau eines Pflegestützpunkts verfolgen, den sie mit Seniorenwohnungen ergänzen wollen. Kulpanek versichert, dass die Baugenossenschaft großen Wert auf die Folgen für Mettingen legt und folglich auch bereit ist, das Vorgehen eng mit Bürgerausschuss und Stadt abzustimmen. „Wir wollen eine sinnvolle Nutzung, die zur Ortsmitte passt“, sagt er. Dazu gehört für ihn die feste Absicht, die alte Grundstruktur exakt zu übernehmen. Das bedeutet, dass der schöne Innenhof mit dem wertvollen Baumbestand nicht angetastet werden soll. [f|"Sanierung teurer als Neubau"] Die Baugenossenschaft bleibt zwar grundsätzlich offen für Investoren, die sich einen Erhalt der Gebäude auf die Fahnen schreiben. „Ich halte es aber für völlig unrealistisch, dass sich ein solcher Partner noch findet“, fügt das Vorstandsmitglied hinzu. Er stützt sich auf ein Gutachten des Architekten Dieter Raichle. der mit dem Auftrag an die Arbeit gegangen ist, das Quartier zu erhalten. Während Raichle in Stuttgart, München und anderen Städte solche Herausforderungen im sozialen Mietwohnungsbau problemlos bewältigt hat, musste er in Mettingen abwinken. „Eine Sanierung käme teurer als ein Neubau“, sagt er. Investitionen in Höhe von acht Millionen Euro würden zu Mietpreisen von zwölf Euro und mehr pro Quadratmeter führen. Zum Vergleich: Die Spitzenmieten der Baugenossenschaft liegen bisher bei 7,50 Euro. Gegen einen solchen Kraftakt spricht aus Raichles Sicht ein weiteres Argument: „Der riesige Aufwand würde nichts daran ändern, dass wir Wohnungen mit sehr unattraktiven Zuschnitten bekämen“. Auch die Probleme mit dem Schallschutz, die aus Holzböden resultieren, würden in diesem Fall fortbestehen. Raichle ist über dieses Ergebnis nicht glücklich. Auch er teilt die Auffassung, dass es sich um qualitätsvolle Architektur handelt. Solche Vorzüge ändern allerdings nichts an den erheblichen Defiziten der Wohnungen. Nur mit großen Abstrichen lasse sich der Verzicht auf Heizungen, Bäder und Balkone nachträglich korrigieren. Das gelte auch für die Zimmergrößen der 73 Wohnungen. Am Grundproblem hätte nach seiner Überzeugung auch nichts geändert, wenn die Baugenossenschaft sich viel früher um die Anlage gekümmert hätte. „Früher oder später wäre die Entscheidung zu treffen gewesen, dass diese Anlage keine Zukunft hat“, so Raichle. Artikel vom 25.11.2011 © Eßlinger Zeitung - Hermann Dorn [f|KOMMENTAR] [f|"Unausweichlich"] Nur die reizvolle Fassade ist stehen geblieben, als ein Investor in München kürzlich eine alte Wohnanlage übernommen hat. Hinter der Kulisse sind völlig neue Wohnungen entstanden. Solche Anstrengungen haben ihren Preis. Mehr als 6000 Euro pro Quadratmeter blätterten die Käufer in der vornehmen Wohngegend für eines der begehrten Objekte hin. Eine ähnliche Rettungsaktion dürfte sich in der Mettinger Ortsmitte kaum wiederholen lassen. Der riesige Aufwand für eine so anspruchsvolle Erhaltung des äußeren Bilds wird sich direkt neben einer stark befahrenen Straße und dem Bahnhof für keinen Investor rechnen. Das Aus für das Bethlehem-Areal, das nach den vorliegenden Erkenntnissen unausweichlich sein dürfte, mag bedauerlich sein. Die Gegner eines Abbruchs kommen aber an den Argumenten der Baugenossenschaft und ihres Gutachters nicht vorbei. Auch für sie stellt sich die vorrangige Aufgabe, mit Augenmaß eine neue Entwicklung vorzubereiten. Die Nachricht, dass die Grundstruktur und vor allem der Innenhof erhalten werden, weist in die richtige Richtung. Wichtig bleibt aber, dass die Baugenossenschaft ihr Versprechen erfüllt und Stadt sowie Bürgerausschuss mit ins Boot nimmt. Oberstes Ziel muss eine qualitätsvolle Lösung für den Stadtteil sein. Dieser Herausforderung könnten die Beteiligten mit einem planerischen Wettbewerb am Besten gerecht werden. Artikel vom 25.11.2011 © Eßlinger Zeitung - Hermann Dorn Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000003818.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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Vertretertag

07.11.2011
[f|"Neue Informationspolitik kommt gut an"] Die Baugenossenschaft Esslingen (BGE) geht mit einem Vertretertag neue Wege. „Die Informationen, die im Rahmen der jährlichen Vertreterversammlung vermittelt werden, sehen wir als nicht ausreichend an“, erklärt Vorstandsmitglied Oliver Kulpanek die Entscheidung für einen zusätzlichen Termin. Für ihn und auch Vorstandsmitglied Christian Brokate handelt es sich um eine konsequente Fortsetzung der jüngsten Unternehmenspolitik, zu der im Frühjahr bereits ein Termin für die Mitglieder gehört hat. „Was den Mitgliedern recht ist, das wollen wir auch für die Vertreter anbieten“, so Brokate. Das Echo unter den 74 Vertretern und 26 Ersatzvertretern, die im Sommer von den fast 7 400 Mitgliedern gewählt worden sind, war beachtlich. Die meisten waren der Einladung gefolgt.Der Tag begann mit einer 90-minütigen Information. Zunächst wurden vor allem für die neuen Vertreter die rechtlichen Grundlagen und die Rechte und Pflichten der einzelnen Organe der Baugenossenschaft dargestellt. Anschließend ging es um die aktuellen Entwicklungen in der BGE. Brokate verteidigte den Verkauf von Immobilien. Er sei intensiv diskutiert worden. „Wir haben nichts zu verbergen“, so Kulpanek. Verkäufe im Rahmen einer Bereinigung des Immobilienbestands seien ein völlig normaler Vorgang. Das zeige auch ein Blick auf andere Unternehmen, die in absoluter räumlicher Nähe zur BGE seit Jahren solche Lösungen wählten. Im Anschluss führte eine Bus-Rundfahrt durch Esslingen, die fast alle Objekte der BGE berücksichtigte. „Wir wollen allen Teilnehmern den Gesamtbestand zeigen“, so Brokate. Vor allem in den vergangenen Jahren habe man massiv in die Renovierung und Sanierung investiert, so allein in diesem Jahr mehr als sechs Millionen Euro in den Lerchenäckern. In bewohntem Zustand und in Rekordzeit habe man dort die Zukunftsfähigkeit des Bestands gesichert.Ab Nachmittag hatte der Flughafen für die BGE-Vertreter ein Besichtigungsprogramm organisiert - ein Blick hinter die Kulissen, den man sonst nicht bekommt. Alle Reaktionen, die beim Vorstand nach dem Vertretertag angekommen sind, waren durchweg positiv. Einhellige Meinung sei gewesen: Wer nicht dabei war, ist selbst schuld. Kulpanek sieht sich ermutigt: „Wir werden Informationsveranstaltungen für Mitglieder und Vertreter in Zukunft regelmäßig durchführen.“ Artikel vom 07.11.2011 © Eßlinger Zeitung Den Artikel finden Sie ebenfalls [l|/media/0000000516.pdf|hier|_blank] als PDF- Dokument.
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