11./12.11.11 Von anderen lernen – der Weg Neues zu erfahren

Besuch der BGE bei Wohnungsbaugenossenschaften in Zürich

Die BGE verändert sich derzeit rasend schnell zu einem zukunftsorientierten und an Werten ausgerichteten Unternehmen. Wie sieht die Zukunft im genossenschaftlichen Wohnen aus? Welche Wohnkonzepte werden vielleicht schon heute woanders umgesetzt? Und was können wir daraus für die BGE lernen? Um diese Fragen zu beantworten, sind Vorstand, Prokurist und der Aufsichtsrat der Einladung von mehreren Wohnungsbaugenossenschaften aus Zürich gefolgt und haben sich in einer zweitägigen Informationsfahrt am 11. und 12. November 2011 innovative genossenschaftliche Wohnprojekte angesehen. Die Genossenschaften in Zürich gelten als besonders innovativ und trendsetzend sowohl in Architektur als auch in der Umsetzung von Wohn- und Quartierskonzepten.

Durch die gute Vorbereitung des Aufsichtsratsmitglieds Siegfried Irion und die straffe Organisation gelang es, ein Mammutprogramm von sieben Wohnprojekten zu absolvieren und die Architekten bzw. Bauherren zu begeistern, uns ihre Projekte persönlich vorzustellen.

Alle Quartiere, so unterschiedlich sie von der Architektur auch waren, hatten folgende Aspekte gemeinsam: Gute durchdachte Grundrisse und Funktionsflächen, trotz teilweise erheblicher Wohndichte eine aufgelockerte und naturintegrierende Bauweise und eine gute Ausstattung von hoher Qualität und hohem Wohnwert. Diese Qualitäten werden durch einen für Schweizer Verhältnisse angemessenen Mietpreis ermöglicht – sozial verantwortbarer Wohnraum zu angemessener Miete.

Bei der Besichtigung der Gebäudearchitektur luden uns in allen Quartieren einzelne Bewohner ein, ihre Wohnungen zu besichtigen – und zwar spontan. In intensiven Diskussionen mit den Unternehmen, den Architekten und den Bewohnern wurden die wohnkulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede schnell herausgearbeitet.

Beeindruckend waren zum Beispiel die Regelungen für Wohnungsvergaben und Verbleib. Die Wohnungsgröße ist direkt abhängig von der Anzahl der Kinder. Es ist selbstverständlich für beide Seiten, dass die Wohnung in eine kleinere getauscht wird, sobald die Kinder ausziehen. So wird eine Blockade von großen Wohnungen durch „Fehlbelegung“ verhindert. Gleichzeitig wird durch die Anpassung der Wohnungsgröße an die Notwendigkeiten erreicht, dass Miet- und Mietnebenkosten für den Einzelnen im Verhältnis seiner Wohnsituation angemessen bleiben.

Auch dass eine wohnungsindividuelle Versorgung von Waschmaschinen und Trockner weitgehend unbekannt sind, hat uns erstaunt. Dass eine Versorgung mit Parkplätzen untergeordnete Bedeutung hat, überrascht dann kaum noch. Zürich ist bekannt für seinen sehr gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr.

Im Bereich der Ausgestaltung der Quartiere sind uns immer wieder Quartierkindergärten und Gemeinschaftsräume begegnet, die von den Bewohnern selbständig verwaltet werden und sich einer hohen Nutzungsintensität erfreuen. In einem Quartier wurde gerade eine „Heimatfeier“ ausgerichtet: Die russischen Bewohner brachten allen Quartiersbewohnern die russische Kultur, Sprache und natürlich auch die kulinarischen Köstlichkeiten nahe.

Interessant war auch die zufällige Begegnung mit einem etwa 50-jährigen Bewohner. Auf die Frage, was ihm besonders gut gefalle antwortete er: „Hier gibt es so viele Kinder. Schauen Sie mal, was hier los ist.“ Und richtig: der Kinderspielplatz war voller Kinder aller Altersstufen und Nationalitäten, die dort miteinander spielten und tobten. Da schaut man sich schon etwas betroffen an und fragt sich: „Ginge das bei uns auch, ohne dass die Anwohner sich darüber beschweren würden?“

Die Rückfahrt am Samstag spät abends war geprägt von einer Fragestellung: Was haben wir von der Klausurfahrt mitgenommen? Mitgenommen haben wir architektonische Ideen im Großen und im Kleinen für zukünftige Baumaßnahmen von uns und Eindrücke einer Wohnkultur, von der wir einige Aspekte sicherlich bei uns umsetzen können.

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